Nürnberg - Beginnt der Ruhestand, stehen plötzlich keine beruflichen Aufgaben mehr an. Und auch das tägliche Zusammenkommen mit Kollegen ist nun vorbei. Freunde und Hobbys können das Leben jedoch wieder ausfüllen.

Soziale Kontakte und feste Termine helfen bei Beginn des Ruhestands gegen die gefürchtete Leere im Alltag. Damit man in kein Loch fällt, sollte man am besten vorbeugen, sagt Susanne Wurm, Professorin für Psychogerontologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. "Mit der Rente fallen viele soziale Kontakte und die Alltagsstruktur weg." Wichtig seien daher beispielsweise Freunde und Bekannte außerhalb des Kollegenkreises - Menschen, mit denen man sich regelmäßig fest verabredet. Das kann für eine Sportart oder eine andere Freizeitaktivität sein.

Am besten sucht man sich schon vor der Rente ein regelmäßiges Hobby. Auch, wenn man das neben der Arbeit erst mal nicht so oft schafft. "Dann geht man zunächst vielleicht nur zweimal im Monat oder einmal die Woche dort hin." Sei man erst mal im Ruhestand, falle es leichter, bereits Bekanntes auszubauen oder zu intensivieren. "Wenn man erst dann, wenn der Ruhestand schon begonnen hat, etwas ganz Neues sucht, ist die Hürde oft deutlich höher", sagt Wurm.