Nürnberg - "Tschüss", rufen Mama und Papa. In diesem Moment ziehen sich die Mundwinkel des Kindes nach unten. Die erste Träne rollt. Manchmal fällt der Abschied einfach schwerer. Dann hilft ein kleiner Trick.

Am Anfang begleiten Eltern ihre Kinder häufig noch auf dem Schulweg. Mit dem Abschied kommen Mädchen und Jungen unterschiedlich gut klar: Einige winken kurz und sind im Getümmel verschwunden, bei anderen endet das Verabschieden mit Tränen. Grundsätzlich ist es leichter, wenn Kinder allein oder mit anderen in der Gruppe von zu Hause losgehen, und nicht von den Eltern begleitet werden, sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Wenn Eltern das nicht wollen, sollten sie zumindest ein gutes Verabschiedungsritual finden. "Zum Beispiel kann man ausmachen: Ich gehe noch mit zu dieser Ecke und winke dir nach."

Droht die Stimmung zu kippen, sollten Eltern ihr Kind zum Abschied kurz trösten und ihm noch ein "Das schaffst du schon" ins Ohr flüstern. Danach gehen sie aber besser so schnell wie möglich. In der Regel sei der stark empfundene Abschiedsschmerz nur eine Phase. "Die Lehrer und neue Kinder können beunruhigen", erklärt Ritzer-Sachs.

Grundsätzlich gelte: Kinder entwickelten sich unterschiedlich. Vergleiche wie "Warum stellst du dich denn immer so an, Max oder Hanna aus deiner Klasse müssen doch auch nicht weinen?" sind daher kontraproduktiv.