Hamburg - Hilft eifriges Karottenessen tatsächlich den Augen auf die Sprünge? Fest steht: Das Gemüse enthält wertvolles Vitamin A. Das macht die Augen nicht automatisch besser, doch zu wenig davon kann dem Sehvermögen schaden.

Karotten sind gut für die Augen, besagt eine vermeintliche Weisheit. Gesund sind sie auf jeden Fall, aber beeinflusst die Karotten-Knabberei das Sehvermögen tatsächlich positiv? "Karotten enthalten Vitamin A, dessen Mangel zu Nachtblindheit, Austrocknung der Hornhaut und sogar deren Einschmelzung führen kann", sagt Prof. Gisbert Richard von der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
Vitamin A mache die Augen zwar nicht besser, allerdings könne ein Mangel schlimme Folgen für das Sehvermögen haben.


Vitamin A ist ein wichtiger Bestandteil des Seh-Pigments Rhodopsin. Es wird außerdem gebraucht, um die normale Zellstruktur der Hornhaut aufrecht zu erhalten. Einseitige Ernährung, aber auch Durchfallerkrankungen können zu einem Vitamin-A-Mangel führen.


Kurzfristig hilft es, Vitamin A zu schlucken. Langfristig müsse bei einem Mangel aber die Ernährung umgestellt werden, sagt der Experte. Neben Karotten enthalten Schweineleber und farbintensive Gemüsesorten wie Spinat, Grünkohl oder Feldsalat Vitamin A.