Sehr oft unterscheiden sich Gewürz und Tee nur in der Verwendungsart und der damit verbundenen Zubereitung. Beispiele: Salbei: als Gewürz für Wild, Leber, Kalbfleisch, Geflügel und Fisch (Aalsuppe) – als Heiltee überbrüht bei Entzündungen im Hals-Nasen-Rachenraum, kalt getrunken gegen Nachtschweiß.

Ingwer: als Gewürz für Sauerbraten, Kürbis, Kompott, Fleisch, Fisch und Reis- und Currygerichte, als Tee (geschroteter Ingwer) bei Appetitmangel, Verdauungsschwäche, Reiseunwohl, zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Zimtrinde: gemahlen oder in Stangen als Gewürz für Süßspeisen, Gebäck, Obst, Glühwein, als Tee (gemahlen) zur Regulierung von Darmbeschwerden sowie bei Blut hochdruck und Cholesterin.

Anis-Kümmel-Fenchel: als Gewürz vielseitig für die Küche, als Tee gegen Völlegefühl und Blähungen – auch bei Kindern.

Nelken: als Gewürz für Kompott, Gebäck, Speisen und Glühwein - als altbekanntes Hausmittel bei plötzlichen Zahnschmerzen (draufbeißen).

Diese Naturprodukte sind in der Anwendung meistens durch Überlieferung von Eltern und Bekannten weitergegeben worden. Erst in den letzten Jahren wird auf diese, sowie verstärkt auch auf Heilkräuter, mehr zurückgegriffen. Linderung und Vorbeugung steht weit vorne. Die Anwendung sollte immer mit loser Ware erfolgen, Wirkung und Geschmack sind viel intensiver, dazu kommt der wesentlich günstigere Preis. Für die Zubereitung gibt es heute umfangreiche Filtersysteme. Sehr einfach und beliebt sind Papierfilter mit Bodenfalte und Haltelasche, die genau wie Aufgussbeutel gehandhabt werden (4 verschiedene Größen).

Für Kräuterteetrinker ist das Buch von Maria Treben ("Gesundheit aus der Apotheke Gottes"), sowie die Aufzeichnungen des Pfarrers Sebastian Kneipp, eine große Entscheidungshilfe für Tee- und Kräuteranwendungen im Sinne von Natur und Gesundheit!