Düsseldorf (ddp). Manche Alzheimer-Kranken neigen zu unberechenbaren Ausflügen. Wenn pflegende Angehörige nicht in Reichweite sind, brechen sie selbständig zu Spaziergängen auf und erkunden ihre Umgebung. Da die Erkrankten oft unter mangelnder Orientierung leiden, finden sie den Weg zurück meist nicht allein. Für solche Fälle könne ein Zettel oder ein Armband hilfreich sein, auf dem wichtige Daten wie der Name des Patienten und Telefonnummern von Angehörigen verzeichnet seien, sagt Martin Haupt von der "Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und - psychotherapie". Einen entsprechenden Hinweis könnten die Erkrankten beispielsweise auch in der Hosentasche bei sich tragen.

Gerade für Alzheimer-Kranke, die bereits öfter selbständig die gewohnte Umgebung verlassen hätten, könne ein solcher Hinweis ein wichtiger Schutz sein, sagt Haupt. Die Information sollte allerdings nicht sichtbar getragen werden, um die Patienten nicht zu stigmatisieren. Wenn die Erkrankten sich indes beharrlich gegen eine solche Lösung wehrten, dürften sie auch nicht dazu gezwungen werden, betont Haupt. Stattdessen sollten Angehörige um ihr Verständnis werben.