Köln. Viele Läufer drehen heutzutage mit einem Pulsmesser ihre Runden und überprüfen so regelmäßig ihre Herzfrequenz. Gerät diese in einen zu hohen oder zu niedrigen Bereich, schlägt die Uhr Alarm. Ein Garant für gesundes Training seien Herzfrequenzmesser aber nicht, sagt Billy Sperlich vom Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Hersteller von Pulsuhren geben in der Regel bestimmte Frequenzen für die jeweilige optimale Trainingszone an, die der Sportler anhand seines Alters errechnen kann. Der Bereich orientiert sich meist an der Formel 180 minus Lebensalter. Allerdings schwankt die Höhe der Herzfrequenz, bei dem sich der gewünschte Trainingseffekt einstellt, von Mensch zu Mensch sehr stark.

Der Trainingswissenschaftler rät insbesondere Anfängern, nicht ausschließlich auf eine Pulsuhr zu vertrauen, sondern zu Beginn zusätzlich eine Laktatmessung ( Energiebedarf im Muskel ) und eine Spirometrie ( Ermittlung des Lungenvolumens ) durchführen zu lassen. Darauf basierend wird dann eine individuelle und optimale Trainingszone errechnet, deren Einhaltung man mit einem Herzfrequenzmesser überwacht.

Am genauesten arbeiten Geräte mit Brustgurt. Sie leiten die Signale direkt am Herzen ab. Darüber hinaus sind codierte Uhren empfehlenswert, insbesondere wenn man in einer Gruppe läuft. " Auf Features wie Messung der Schrittlänge oder Anzahl der verbrauchten Kalorien kann man dagegen verzichten ", betont Sperlich.( ddp )