Frage : Meine Frau wird im Garten deutlich häufi ger als ich von Mücken gestochen ? Kann das an den Kosmetika liegen ? Es antwortet Dr. Ulrich Arnold vom Institut für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums

Magdeburg : Mücken sind nicht nur unangenehme Plagegeister, sondern auch Überträgerschwerwiegender Erkrankungen, besonders in tropischen und subtropischen Regionen.

Welche Personen von den weiblichen Mücken für eine Blutmahlzeit aufgesucht werden, ist sehr unterschiedlich. Die Mücken reagieren dabei zuerst auf das Kohlendioxid in unserer Ausatemluft. Weitere Duftstoffe, die zum Beispiel mit dem Schweiß abgesondert werden, können für die Mücken attraktiv oder weniger attraktiv erscheinen.

Dabei können auch normale hormonelle Schwankungen bei Frauen wie bei Männern ein und dieselbe Person für eine Mücke zeitweilig anziehend oder nicht anziehend erscheinen lassen. Auf vom Menschen eingesetzte Kosmetika reagieren Mücken weitestgehend aber nicht. Um sich vor dem Angriff der blutsaugenden Insekten zu schützen, wird der Einsatz sogenannter Repellentien empfohlen sowie eine mückensichere Bekleidung – hell und langärmelig sowie lange Hosen.

Beim Schutz vor Mücken sollte noch darauf geachtet werden, dass es tagaktive als auch dämmerungs- und nachtaktive Mücken gibt. Dies ist besonders bei Tropenreisen wichtig, da zum Beispiel die Malariamücke ( Anopheles-M ücke ) ihre Blutmahlzeit in der Dämmerung oder Nacht nimmt.

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