Magdeburg ( rgm ). Trinkflaschen mit Saugventil erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ob als Trinklernflasche für die ganz Kleinen, bei den etwas größeren Steppkes für den Kindergartenaufenthalt, zum Schulfrühstück oder zu sportlichen Aktivitäten, ist sie scheinbar die optimale Lösung, um den Durst zu löschen.

Dabei führen gerade das Saugventil und der häufig zuckerhaltige Inhalt der Trinkflasche zu erheblichen Schäden am Zahnschmelz. Darauf weist die Techniker Krankenkasse (TK) in Sachsen-Anhalt hin.

Nicht nur Babys auch ältere Kinder und Jugendliche nuckeln und kauen gerne am Ventilverschluss herum. Besteht der Inhalt dabei dann noch aus zucker- und säurehaltigen Getränken, führt dies zwangsläufig zur Karies. Aber auch der Kiefer kann sich bei dauerhafter Benutzung verformen, so dass eine Behandlung beim Kieferorthopäden unumgänglich ist. Seit der Einführung dieser Plastikflaschen 1976 hat sich nach Einschätzung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege ( DAJ ) die Zahl der frühkindlichen Frontzahnkaries nahezu verdreifacht.

" Nach Mecklenburg-Vorpommern haben die Kinder in Sachsen-Anhalt leider immer noch die schlechtesten Zähne ", weiß Heike Grodde, Sprecherin der TK für Sachsen-Anhalt, dazu zu berichten. Sie empfiehlt daher : " Eltern sollten neben den sonst üblichen zahngesunderhaltenden Maßnahmen auch darauf achten, den Kindern lieber Flaschen mit Bechern oder normalem Schraubverschluss mitzugeben. Auf keinen Fall sollten Babys und Kleinkinder die Plastikfl aschen als ständigen Begleiter zur Beruhigung erhalten. Als Durstlöscher sollten Wasser oder ungesüßter Tee verwendet werden. "