Ein mit gereinigten Roggenkörnern gefülltes Stoffsäckchen zwei Minuten bei 600 Watt in der Mikrowelle oder im vorgeheizten Backofen bei 150 Grad 10 bis 15 Minuten erwärmen und auf die schmerzende Stelle legen. Oder : Kühlung bei Schwellung, Wärme bei Nackenverspannung, feuchtkalte Wickel bei Fieber.

Expertenmeinung : Bei Wärme weiten sich die Gefäße, weil der Körper versucht, die lokal von außen zugeführte Wärme mit dem Blutstrom abzutransportieren. Das hat mehrere positive Effekte : Der Stoffwechsel wird an der betroffenen Stelle angeregt und die schmerzende Stelle besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Zusätzlich sendet der Körper mehr Abwehrzellen ins Gewebe. Außerdem sind die Nerven weniger erregbar und die Muskulatur entspannt sich. Wohltuend wirkt Wärme bei lange dauernden, nicht entzündlichen Schmerzen in der Muskulatur und bei Abnutzungsleiden der Gelenke.

Bei Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen und das Blut zieht sich aus den Kapillaren zurück. Durch die Gefäßverengung wird der Stoffwechsel herabgesetzt. Lokale Kälte reduziert Schwellungen, Entzündungen klingen ab.

Allgemein gilt : Kälte bei akuten Schmerzen, Wärme bei chronischen. Letztendlich sollte jeder Betroffene selbst herausfinden, was ihm gut tut und hilft. Egal ob Wärme oder Kälte, die Behandlung darf nicht als unangenehm empfunden werden. Somit werden Gewebeschäden durch zu viel Wärme oder Kälte vermieden. ( Quelle : 75 Tipps gegen Schmerzen von " Spalt ")