Berlin - Schnarchen kann bei Kindern zu schlechteren Schulleistungen führen. Das Schnarchen sei ein Hauptsymptom der sogenannten schlafbezogenen Atmungsstörungen, berichtet das Internetportal " kinderaerzteimnetz.de ". Einer Untersuchung zufolge schnarchen etwa zehn Prozent aller Grundschüler regelmäßig. Die Häufigkeit der therapiebedürftigen Atmungsstörungen werde auf ein bis drei Prozent der Grundschüler geschätzt. Besonders gefährdet seien Kinder, die Übergewicht haben, deren Eltern rauchen oder die häufig an Infekten der Atemwege leiden. Werde eine schlafbezogene Atmungsstörung nicht erkannt und behandelt, könne sie im schlimmsten Fall zu Wachstumsstörungen sowie schlechteren Gedächtnis- und Schulleistungen führen. Eine solche Atemstörung lasse sich in 76 bis 90 Prozent der Fälle durch eine Operation beheben, bei der störendes Gewebe entfernt werde. Eine sanftere, aber länger dauernde Methode seien Atemhilfen : Der Einsatz einer Gaumenplatte oder Zahnspange führe zu einer 70-prozentigen Reduzierung der Atempausen.

Schlafbezogene Atemstörungen würden oft übersehen, weil bei gewöhnlichen Arztbesuchen nicht danach gefragt werde. ( rgm )