Magdeburg - Keuchhusten ( Pertussis ) ist wegen des schweren Krankheitsverlaufs besonders bei Säuglingen und Kleinkindern gefürchtet. Gegen die bakterielle Infektionskrankheit mit den typischen Hustenattacken gibt es jedoch einen wirksamen Impfschutz. " Die Grundimmunisierung der Säuglinge sollte unmittelbar nach Vollendung des zweiten Lebensmonats beginnen. Mit insgesamt vier Sechsfachimpfungen im ersten Lebensjahr können Eltern ihre Babys nicht nur vor Keuchhusten, sondern auch vor Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Infl uenza Typ b und Hepatitis B schützen lassen ", rät Dr. Hanna Oppermann vom Arbeitskreis Impfen.

Das Mitglied der Ständigen Impfkommission am Berliner Robert-Koch-Institut verweist zudem auf die Empfehlung, die Auffrischimpfung gegen Tetanus und Diphtherie im Alter von fünf bis sechs Jahren mit einer Keuchhusten-Komponente zu verbinden. Eine weitere Auffrischimpfung wird im Alter von neun bis 17 Jahren empfohlen. Der Impfschutz hält danach etwa zehn Jahre lang.

Speziell vor der Geburt eines Kindes sowie bei Frauen mit Kinderwunsch sollte stets überprüft werden, ob bei Kontaktpersonen im Haushalt und Betreuern des Neugeborenen noch ausreichender Pertussis-Immunschutz besteht. " Die letzte Auffrischimpfung gegen Keuchhusten sollten bei erwachsenen Personen nicht länger als zehn Jahre zurückliegen, bei Kindern sollte die Grundimmunisierung abgeschlossen sein ", so Dr. Oppermann.

Kassen zahlen jede empfohlene Impfung

Die Kosten für Pertussis-Impfungen übernehmen die Kassen. " Seit vergangenem Jahr sind die Krankenkassen per Gesetz verpfl ichtet, den Impfschutz ihrer Versicherten zu fördern und die Kosten für alle von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Schutzimpfungen zu tragen ", sagt die Medizinierin. Dazu gehören Impfungen zum Schutz vor Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus, Haemophilus infl uenza Typ b, Hepatitis B, humane Papillomaviren, Kinderlähmung, Pneumokokken, Meningokokken, Masern, Mumps, Röteln sowie gegen Varizellen und für Senioren gegen Infl uenza und Pneumokokken.