Berlin - Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch im Bett. Schlaf sorgt für Gesundheit, Entspannung und Lebensfreude. Millionen Menschen leiden jedoch täglich unter Schlafstörungen. Häufigster Grund : Starke Schmerzen in der Wirbelsäule rauben die nächtliche Ruhe. " Durch das schmerzbedingte nächtliche Wälzen fällt es Rücken und Rückgrat besonders schwer, sich von alltäglichen Belastungen zu erholen ", erklärt Dr. med. Gunther Sabarini, Neurochirurg und Begründer der Internationalen Wirbelsäulenklinik Berlin. Wer aber Bettausstattung und Schlafzeit besondere Aufmerksamkeit widmet, schläft bald wieder ohne Schmerzen durch.

Viele Morgenmuffel kennen das Problem : Falsche Unterlagen oder Kissen beeinfl ussen den Ruhezustand und verursachen Probleme in der Wirbelsäule. Um den ständigen Wechsel von Bauch auf Seite oder Rücken zu umgehen, bringt eine stabile Matratze mit Lattenrost erste Erleichterungen. Hier hilft eine Faustregel : 20 cm länger als die eigene Körpergröße, schafft sie genug Bewegungsfreiraum. Bei Doppelbetten bieten getrennte Matratzen den Vorteil, dass sie sich besser an die individuellen Körpereigenschaften und Schlafgewohnheiten anpassen. Käufer sollten besonders auf den Härtegrad achten.

Zu weiche Unterlagen sind instabil

Zu weiche Matratzen bieten keine Stabilität und fördern den " Hängematteneffekt ". Daher schützen Unterlagen mit mittlerer Stärke am besten vor Verspannungen. Zusätzlich sorgen spezielle Nackenkissen oberhalb der Schulter für guten Halt und eine gesunde Schlafposition. Hochwertige Unterfederungen bewirken optimale Bewegungsfreiheit des Rückens.

Durch mehrmaliges nächtliches Verändern der Körperlage füllen sich die Bandscheiben, sodass sich der Rücken optimal erholt. " Schmerzen in der Wirbelsäule gehören so der Vergangenheit an ", fügt Wirbelsäulenexperte Dr. Sabarini hinzu.

Schlaf beeinflusst den Organismus, wirkt Rückenproblemen entgegen und fördert die körperliche Fitness. Wer schlecht oder nur wenig schläft, klagt öfter über Beschwerden in der Wirbelsäule. Als gesunder Richtwert gelten für Erwachsene acht Stunden Schlaf. Für Kinder zwischen fünf und 13 Jahren empfiehlt sich, eine " Netto-Schlafzeit " von zehn Stunden einzuhalten. Aufgrund des veränderten Stoffwechsels reicht für Senioren fünf bis sieben Stunden nächtliche Ruhe.

Wer generell an Schlafstörungen leidet, sollte zusätzlich auf ein gut gelüftetes Schlafzimmer achten. Die Idealwerte dafür liegen zwischen 14 und 16 Grad Celsius.