München - Jedes Jahr aufs Neue folgen Unzählige dem Ruf der schneebedeckten Berge : Skifahren ist eine der beliebtesten Sportarten. Doch das saisonabhängige Vergnügen birgt auch Gefahren. " Vor allem beim Alpinski steht der Körper unter starker Belastung ", erklärt Dr. Schneiderhan, Orthopäde aus München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga. " Wir konfrontieren dabei sowohl Knie und Hüfte als auch den Rücken mit ungewohnten Bewegungen und Stößen. " Derartige Belastungen führen oft zu Stauchungen der Bandscheiben und damit zu Schmerzen – in einigen Fällen sogar zu einem Bandscheibenvorfall.

" Wer sich untrainiert auf die Piste begibt, riskiert akute und chronische Verletzungen. Harte Buckelpisten, Slalom und scharfes Bremsen stellen die Bandscheiben auf eine starke Belastungsprobe ", warnt Schneiderhan. Als Puffer zwischen den Wirbeln fangen intakte Bandscheiben Stöße ab. Gut ausgebildete Muskeln wirken wie ein Stützkorsett. Vor allem die Lendenwirbel benötigen diesen muskulären Schutz. Im Vorfeld der Skisaison ist daher die richtige Vorbereitung wichtig. Für Sportmuffel empfiehlt es sich, bereits acht Wochen vor dem Start mit Übungen zu beginnen. Bei aktiven Personen reicht ein Training von rund vier Wochen aus. Orthopäden empfehlen, dem Rücken ein Sonderprogramm zu gönnen. Schneiderhan. " Lieber täglich zehn Minuten als einmal die Woche ein großes Rundumtraining. "

Wer Rückenprobleme hat, sollte lieber auf Skilanglauf umsteigen. Gleichmäßige Belastungen sorgen für eine Stärkung der Rückenmuskulatur. Bei dem schonenden Sport füllen sich zudem die Bandscheiben mit Flüssigkeit und Nährstoffen.