Dr. Hanna Oppermann vom Arbeitskreis Impfen : Für Mädchen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren kann das Risiko einer späteren Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs erheblich reduziert werden, wenn sie sich gegen humane Papillomaviren ( HPV ) immunisieren lassen. Die Ständige Impfkommission STIKO beim Berliner Robert-Koch-Institut hat die generelle Impfung gegen diese Viren für alle Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr empfohlen. Die Impfung gegen HPV erfolgt in drei Dosen und bietet eine gute Gelegenheit, auch andere für Jugendliche von der STIKO empfohlene Impfungen zu vervollständigen.

Den Impfstoff gegen HPV gibt es in Deutschland seit Oktober vergangenen Jahres. Wie lange er nach Verabreichung aller Dosen gegen den HPV-Virus schützt, ist allerdings noch nicht genau bekannt. Nach STIKO-Angaben kann derzeit noch nicht eingeschätzt werden, ob für eine anhaltende Immunität eine Wiederimpfung notwendig wird.

In Deutschland erkranken jährlich 6500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Mit der HPV-Impfung kann die Gesundheit von Mädchen und Frauen verbessert werden. Allerdings ersetzt sie nicht weitere Krebs-Früherkennungsuntersuchungen. Denn die Impfung schützt nicht vor allen HPV-Typen.

Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung haben durch das am 1. April 2007 in Kraft getretene GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz Anspruch auf Bezahlung der von der STIKO 2006 empfohlenen Schutzimpfungen durch ihre Krankenkasse. Auch die seit März 2007 bestehende Impfempfehlung gegen HPV wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss als allgemeine Kassenleistung befürwortet.