Rödermark - Ein sonniger Sommertag löst bei den meisten Menschen Wohlbehagen aus. " Wenn die Sonnenstrahlen dagegen zu heftigen Hautbeschwerden führen, kann eine Sonnenallergie dahinter stecken ", sagt Hautarzt Erik Senger aus Rödermark. Mehrere Millionen Menschen leiden in Deutschland unter dieser allergischen Reaktion auf die UV-Strahlen der Sonne. Vorwiegend sind Frauen zwischen 20 und 40 Jahren betroffen, gelegentlich auch Kinder.

Die Symptome sind von Patient zu Patient unterschiedlich. Häufig bilden sich auf den betroffenen Stellen Bläschen oder rote Flecken. " Hinzu kommt ein fürchterlicher Juckreiz ", betont Senger. Meist tritt die Sonnenallergie am Hals, Dekolletee und auf den Armen auf.

Die genauen Ursachen für eine Sonnenallergie sind nicht bekannt. " Vermutlich lösen die UVStrahlen im Körper freie Radikale aus und rufen eine Immunreaktion hervor ", sagt der Hautarzt. Wer bei einem Sonnenbad plötzlich Hautprobleme bekommt, sollte zunächst einen schattigen Ort aufsuchen. " Zusätzlich kann man feuchte Umschläge anlegen oder ein heilendes Aloe-Vera-Gel auftragen ", empfiehlt der Hautarzt. Sind größere Flächen des Körpers betroffen, sollte man einen Arzt aufsuchen. Der kann überprüfen, ob eine Sonnenallergie vorliegt oder der Juckreiz andere Ursachen hat. Bei Patienten, die regelmäßig bestimmte Medikamente einnehmen, kann die UV-Strahlung Nebenwirkungen auf der Haut auslösen.

Patienten mit einer Sonnenallergie empfiehlt Senger Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Zudem helfen Medikamente gegen Allergien ( Antihistaminika ) und Cortison-Präparate. Langfristig ist eine Therapie beim Hautarzt sinnvoll : " Täglich erhöhte Dosen UVALicht können nach einigen Wochen zu einer Abhärtung des Patienten führen ", erläutert Senger.