Baden-Baden - Viele Frauenärzte verlangen nach einem Bericht des ARD-Wirtschaftsmagazins " Plusminus " zu Unrecht zehn Euro Praxisgebühr für Vorsorgeuntersuchungen. Stichproben bei 30 Praxen ergaben, dass sich 29 nicht an die Bestimmungen halten, wonach Vorsorgeuntersuchungen per Gesetz von der Praxisgebühr befreit sind. Dabei behaupten manche Ärzte sogar, bei einer üblichen Vorsorge dürfe der Arzt kein Gespräch mit der Patientin führen. Das Gespräch sei bereits eine Extraleistung, deshalb werde die Praxisgebühr fällig. Nach einer Richtlinie des Bundesgesundheitsministeriums ist das Patientengespräch Bestandteil in der Vorsorge.