Rödermark - Solarienbesuche sind in der dunklen Jahreszeit äußerst beliebt, um den blassen Teint und das Gemüt aufzufrischen. Doch die intensive Strahlung der künstlichen Bräuner kann – besonders der jugendlichen – Haut schaden. " Viele Hautärzte, aber auch die WHO, raten von der Nutzung von Solarien, insbesondere vor dem 18 Lebensjahr ab ", sagt Dermatologe Erik Senger aus Rödermark.

" Wer der Natur in Sachen Bräune künstlich nachhilft, überschreitet in Solarien schnell die für die Haut noch verträgliche Bestrahlungszeit ", warnt Senger. Hinzu kommt, dass bei Jugendlichen die Schutzmechanismen der Haut gegen die gefährliche Wirkung des ultravioletten Lichts noch nicht voll ausgeprägt sind. " Vor diesem Hintergrund müssen viele junge Leute die Verantwortung für ihre Haut erst lernen ", betont der Dermatologe.

Hautcheck und Lichtschutzberatung

Können Jugendliche nicht auf einen Solariumsbesuch verzichten, empfiehlt Senger einen Hautcheck verbunden mit einer Lichtschutzberatung. Das gilt natürlich auch für Erwachsene. " Der Hautarzt stellt dabei den Hautpigmenttyp fest und kann ausrechnen, wie viel UV-Strahlung die Haut maximal verträgt. " So könne eine Überdosierung des UV-Lichts verhindert werden.

Zu viel UV-Licht kann die Haut schneller altern lassen. Zudem können sich gefährliche Pigmentflecken bilden. " Außerdem steigt auf lange Sicht das Risiko, an schwarzem oder hellem Hautkrebs zu erkranken ", unterstreicht der Experte. Als Alternative empfi ehlt er Selbstbräunungscremes, die unter anderem in Drogerien erhältlich sind. " Wendet man sie richtig an, besteht für die Haut kein Risiko ", sagt Senger.