Magdeburg - Zum Winterbeginn raten Experten, Kinder ab dem ersten Lebensjahr gegen Meningokokken impfen zu lassen. In der Regel genüge eine einmalige Impfung, sagte die Sprecherin des Arbeitskreises Impfen im Landesamt für Verbraucherschutz, Hanna Oppermann. Sie sollte spätestens zum zweiten Lebensjahr erfolgen. Dazu rate auch die Ständige Impfkommission des Berliner Robert-Koch-Instituts.

In Deutschland werden jährlich 700 bis 800 Meningokokken-Erkrankungen bekannt. 40 Prozent aller Patienten sind Kinder im Alter bis zu fünf Jahren. Zu den meisten Erkrankungen kommt es im Winter und im Frühjahr. Die Erreger werden beim Husten, Niesen oder Küssen übertragen. Wenn das Immunsystem geschwächt ist, können diese Bakterien lebensgefährliche Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen hervorrufen.