Kiel - Sommer, Sonne, Sonnenbrand. Besonders im Juni ist es wieder soweit, wenn der Wind noch frisch ist, die Sonne aber bereits ihren Höchststand erreicht hat. Der Griff zur Sonnencreme sollte dann der erste Schritt sein nach der morgendlichen Dusche. Ist es denn doch passiert und die Haut ist gerötet, " helfen oftmals natürliche Mittel ", sagt Johannes Müller-Steinmann, Dermatologe in Kiel.

" Feuchte Umschläge, am besten mit isotoner Kochsalzlösung ", empfiehlt der Experte als Soforthilfe. Die 0,9-prozentige Lösung entspricht etwa einem gestrichenen Esslöffel auf einen Liter Wasser. Auch frischer Quark helfe, die betroffenen Stellen zu beruhigen. Aufgüsse aus schwarzem Tee und Eichenrinde wirkten wegen ihrer Gerbstoffe zwar ebenso hervorragend, könnten allerdings die Haut fl eckig und dunkel färben.

" Natur ist immer gut ", sagt Müller-Steinmann. Bei akuten Sonnenbränden sollte man jedoch zudem eine Schmerztablette mit Acetylsalicylsäure einnehmen. Ihre entzündungshemmenden Eigenschaften würden den Heilungsprozess enorm unterstützen. Wen jedoch schon Bläschen oder Fieber plagen oder größere verbrannte Flächen, die mehr als etwa den Rücken bedecken, sollte jedoch schleunigst zum Arzt gehen.

Zur Vorbeugung gegen einen Sonnenbrand, rät der Hautarzt neben dem obligatorischen Eincremen zu dunkler Garderobe. Denn : UV-Strahlung dringt leichter durch helle Kleidung.