Radolfzell - Die Vertreibung von Wildvögeln wegen der Voglegrippe unverhältnismässig und darüber hinaus auch illegal. Darauf wies das Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell hin.

Nach wie vor haben alle Jagd- und Naturschutzgesetze ihre volle Gültigkeit : Das heißt, es ist weder gestattet, Nester geschützter Vögel ( beispielsweise von Schwalben oder Störchen ) zu zerstören noch die Vögel selbst zu töten oder zu verletzen. Bei streng geschützten und jagdbaren Vogelarten ist darüber hinaus auch das Stören und Vertreiben gesetzlich verboten, so die Wissenschaftler.

Als reine Vorsichtsmaßnahme ist es derzeit sinnvoll, den Körperkontakt mit Wasservögeln ( Enten, Gänse, Schwäne ) und Vögeln, die sich von kranken oder toten Wasservögeln ernähren ( beispielsweise Möwen und einige Greifvogelarten ) zu vermeiden.