Hamburg - Die meisten Menschen kommen mit extremen Minustemperaturen relativ gut klar, sagt der Hamburger Notfallmediziner Patrick Friederich. " Entscheidend ist nicht die Außen-, sondern die Körpertemperatur. "

Kritisch werde es, wenn die normale Körpertemperatur von 36, 5 Grad absinkt, warnt der Arzt. Der Körper versuche bei niedrigen Außentemperaturen immer, " dagegen anzuarbeiten, zum Beispiel mit Zittern ". Diese Aufwärmarbeiten seien allerdings " äußerst anstrengend fürs Herz ". Herzpatienten und Lungenkranke sollten sich darum nicht allzu großer Kälte aussetzen. Auch allen anderen rät er, sich vor allem warm anzuziehen. Bei ausreichendem Schutz sei es für den Organismus egal, ob draußen minus 5 oder minus 20 Grad herrschten. " Wichtig ist die Verpackung ", betont der Mediziner.

Autofahrer sollten daran denken, dass der Türschloss enteiser wenig nützt, wenn er im Auto aufbewahrt wird, sagt ADACSprecherin Friedel Bendlin. Nicht nur Schlösser, sondern auch die Dichtungsgummis in den Autotüren frieren bei extremer Kälte fest. Die Gummis sollten daher mit Silikonspray besprüht werden. Wichtig sei auch, genügend Frostschutzmittel in den Scheibenwaschbehälter zu füllen. Bei zu niedriger Dosierung kann der Behälter platzen. Für den Fall, dass man liegenbleibt, sollte man immer eine warme Decke im Auto haben.