Freiburg - Unvorsichtige Böllerei zum Jahreswechsel kann für die Ohren fatale Folgen haben. Explodiert ein Feuerwerkskörper in unmittelbarer Nähe des Ohres, kann es zu einem Knalltrauma kommen. " Der Betroffene hat sofort ein Gefühl, als wenn er Watte im Gehörgang hat ", sagt Michael Deeg vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohren-Ä rzte. Dazu hört er oft Geräusche wie Rauschen, Pfeifen oder ein Brummen.

Treten die Symptome massiv auf, sollte ein Krankenhaus aufgesucht werden. Sind Hörverlust und die Geräusche im Ohr hingegen nur schwach, empfi ehlt der Fachmann, einen Tag abzuwarten. " Ist keine Besserung eingetreten, muss dann aber umgehend ein Besuch in der Praxis erfolgen ", betont der HNO-Arzt.

Ein Knalltrauma wird in der Regel mit Infusionen behandelt, die das Blut verdünnen. Aber auch Medikamente oder die so genannte hyperbare Sauerstofftherapie, die in einer Druckkammer erfolgt, können helfen. " Wird das Knalltrauma nicht behandelt, droht in vielen Fällen ein bleibender Hörverlust – insbesondere im Bereich der hohen Töne ", betont Deeg. Er rät daher zu Ohrstöpseln.