akz-i Atemnot bei Asthma und der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) lässt sich durch die Inhalationstherapie lindern. Vielen Betroffenen passieren bei der Inhalation der Medikamente jedoch Fehler. Die Folge: Verschlechterungen des Gesundheitszustandes und häufige Krankenhausaufenthalte. Doch das muss nicht sein, denn es gibt Inhalationssysteme, die Fehler verzeihen.

Arzneimittel, die inhaliert werden, wirken schnell und gut, denn die Wirkstoffe gelangen ohne Umwege direkt in die Lunge. Dort vermindern sie unter anderem die Schleimproduktion, entkrampfen die Bronchien oder wirken entzündungshemmend. Die Voraussetzung für den Therapieerfolg ist neben den richtig ausgewählten und angepassten Wirkstoffen die korrekte Inhalationstechnik.

Fehlerquellen beim Inhalieren: Bis zu 80 Prozent der Patienten handhaben ihre Inhalatoren jedoch falsch. Bei Dosieraerosolen wird der Sprühstoß mit der Hand ausgelöst. Im selben Moment muss tief eingeatmet werden. "Viele Patienten betätigen den Auslöser zu früh oder zu spät. Manche halten den Atem an, atmen aus oder durch die Nase statt durch den Mund ein", erklärt Prof. Dr. med. Adrian Gillissen, Pneumologe und Direktor der Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin in Kassel. Die Wirkstoffe erreichen somit die Lunge nicht. Bei treibgasfreien Pulverinhalatoren wiederum atmen viele Patienten vor dem Inhalieren nicht tief genug aus und anschließend zu langsam ein. Auch hier gelangen dann zu wenige oder gar keine Wirkstoffe in die Lunge. Fehler passieren außerdem häufig bei der Beladung des Systems, sodass die richtige Wirkstoffdosis gar nicht oder nur unzureichend verfügbar ist.

Einfach zu bedienende Inhalatoren können Anwendungsfehler minimieren und zu einer besseren Krankheitskontrolle beitragen. Grundsätzlich gilt: Je weniger Schritte für die Inhalation notwendig sind, desto weniger Fehler können gemacht werden. Es gibt sogar Inhalationsgeräte, bei denen die Dosis konstant bleibt, wenn der Patient den Inhalator beim Laden oder Inhalieren versehentlich nicht senkrecht hält. Von Vorteil sind außerdem Systeme, die beispielsweise über einen Klick beim Öffnen der Verschlussklappe Rückmeldung geben, ob die Dosis bereitgestellt wurde. Ein Zählwerk, das anzeigt, wie viele Dosen der Inhalator noch enthält, erleichtert die Anwendung zusätzlich.

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