akz-i Rückenschmerzen sind für Betroffene sehr belastend. Meist haben sie mechanische Ursachen. In seltenen Fällen kann jedoch auch eine entzündliche Ursache dahinterstecken, wie zum Beispiel bei der axialen Spondyloarthritis (axiale SpA). Da diese oft unerkannt bleibt, leben Betroffene über Jahre hinweg mit starken Schmerzen.

Zu der axialen SpA zählen verschiedene Krankheitsbilder, wie zum Beispiel Morbus Bechterew. Die Symptome der einzelnen Erscheinungsformen sind ähnlich und treten typischerweise zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf: Ein Merkmal sind tiefsitzende Rückenschmerzen über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten, die bei Bewegung nachlassen. Betroffene wachen aufgrund der Schmerzen nachts häufig auf. Auch Morgensteifigkeit, die länger als 30 Minuten anhält, ist charakteristisch für die axiale SpA.

Die richtige Diagnose: In Deutschland sind etwa 200.000 Menschen von entzündlich bedingten Rückenschmerzen betroffen, dennoch bleibt die Krankheit oft unerkannt und wird erst nach vielen Jahren diagnostiziert. Grund dafür ist, dass diese Art der Rückenschmerzen häufig gar nicht bekannt ist. Bei Patienten, die an der axialen Spondyloarthritis leiden, vergehen fünf bis zehn Jahre zwischen dem ersten Auftreten der Symptome und der endgültigen Diagnosestellung. Das hat Folgen: "Die Wirbelsäule versteift, sie verknöchert und es kann bis zur Bewegungsunfähigkeit kommen", weiß Dr. Xenofon Baraliakos, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie sowie Facharzt für Orthopädie. Um die Zeit bis zur Diagnose zu verkürzen und über die axiale SpA aufzuklären, wurde die Initiative "Der Krankheit aufrecht begegnen" ins Leben gerufen. Hierzu haben Experten unter anderem einen Symptom-Check, bestehend aus fünf Fragen, entwickelt.

Wirksame Behandlung: Die Ursache für chronisch-entzündliche Rückenschmerzen ist eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems. Dabei richtet sich der Körper gegen Knorpel- und Knochengewebe statt wie üblich gegen fremde Viren oder Bakterien. Sobald die Erkrankung erkannt ist, lässt sie sich gut behandeln. Neben einer medikamentösen Therapie wird zum Beispiel auch Physiotherapie eingesetzt, welche hilft, die Beweglichkeit wiederherzustellen. Hier gibt es verschiedene Ansätze, wie spezielle Trainingsprogramme, Massagen oder Warmwasser-Therapien. Außerdem sollte Bewegung jeden Tag auf dem Programm stehen. Hier eignen sich zum Beispiel Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren und Nordic Walking.

Mehr Infos erhalten Sie unter dem weiterführenden Link.