Mehrfachschutz: Die Impfung gegen Masern wird mit einem Kombinationsimpfstoff durchgeführt. Dieser kann gleichzeitig vor Masern, Mumps und Röteln schützen

Impftermin: Es sind zwei Impfdosen empfohlen: Die erste Gabe zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat, die zweite zwischen dem 15. und 23. Monat. Eine versäumte Masernimpfung kann jederzeit nachgeholt werden.

Kosten: Bei Personen unter 18 Jahren sowie bei Frauen mit Kinderwunsch, die keinen nachweislichen Impfschutz besitzen, werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen. Eine Praxisgebühr wird bei empfohlenen Impfungen nicht fällig.

WHO-Ziel: Bis zum Jahr 2010 will die Weltgesundheitsorganisation die Masern in Deutschland eliminieren. Problem sind vorhandene Impflücken in Deutschland: Bei rund einem Viertel der Jugendlichen wurde die zweite Impfdosis versäumt.

Weitere Infos: Hotline 06224 594594 (Montag 14:00–17:00 Uhr und Donnerstag 9:00–12:00 Uhr, Telefongebühren variieren je nach Anbieter für Anrufe ins Deutsche Festnetz) und unter dem weiterführenden Link.

Masern sind keine harmlose Krankheit, sondern können lebensbedrohlich sein. Besonders bei Kleinkindern und Erwachsenen können schwere Komplikationen wie Hirnhaut- und Lungenentzündung auftreten. Eine Impfung kann der Infektion vorbeugen.

Masern sind hoch ansteckend. Schon wenige Viren genügen für eine Infektion. Hustet beispielsweise ein erkranktes Kind, dann stecken sich Kinder in der Nähe mit hoher Wahrscheinlichkeit an. Nach ungefähr acht bis zehn Tagen kommt es zu Fieber, begleitet von erkältungsähnlichen Symptomen sowie einer Bindehautentzündung verbunden mit erhöhter Lichtempfindlichkeit. In der Regel zeigt sich vier Tage nach den ersten Symptomen ein roter Hautausschlag, der hinter den Ohren beginnt und sich nach und nach über Gesicht und Rumpf ausbreitet. Tückisch: Masern sind bereits ansteckend, bevor erste Krankheitszeichen auftreten.

Häufig führt eine Masernerkrankung zu Komplikationen wie einer Mittelohr- oder Lungenentzündung. Bei ca. 1 pro 1000 Fällen tritt eine Hirnentzündung auf. Sie kann tödlich enden, zu Lähmungen führen oder dauerhaft die geistigen Fähigkeiten beeinträchtigen. Mit zunehmendem Alter häufigen sich die Komplikationen. Einen möglichen Schutz bietet nur die Impfung.