Köln - Mit abgelaufenen Tretern joggt es sich nicht gut. Deshalb müssen regelmäßig neue Laufschuhe her. Doch nur, wenn der Schuh auch passt, macht das Laufen richtig Spaß und ist gesund. Ein paar Tipps für den Schuhkauf.

Jogger sollten jedes Jahr neue Laufschuhe kaufen. Dazu rät Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. "Nach 600 bis 800 Laufkilometern sind die Schuhe abgenutzt", sagt er. Jogger, die häufig weit laufen, brauchen eventuell schon früher neue Treter. Wer regelmäßig läuft, sollte mindestens zwei Paar Schuhe besitzen. Nach jedem Lauf verformt sich der Schuh und braucht etwas Zeit, um sich wieder zurückzuformen. Deshalb nehmen Läufer besser nicht jeden Tag dasselbe Paar Schuhe.

Läufer erkennen etwa an einer brüchigen Sohle oder Einrissen an der Dämpfung, dass ein Schuh kaputt ist. Auch wenn die Schuhe undicht sind, sollten sich Läufer schleunigst ein neues Paar zulegen. "Sportler kaufen Schuhe am besten immer abends", erklärt Froböse. Abends sind die Füße dicker als morgens, weil sie den ganzen Tag beansprucht wurden. Dann haben sie die Form, die sie auch beim Joggen haben, sagt der Experte.

Außerdem sollten die Schuhe nicht zu groß sein, damit sie beim Laufen genug Halt geben. Anfänger lassen im Sportfachgeschäft möglichst eine Laufstilanalyse machen, um den passenden Schuh zu finden. Froböse rät, beim Einsatz von Einlagen und Polstern vorsichtig zu sein: "Dadurch verändern die Sportler ihre Motorik und können andere Probleme provozieren." Dazu zählen etwa Hüft- oder Knieprobleme.

Wer sich für den falschen Schuh entschieden hat, merkt das relativ schnell. "Achillessehnenprobleme können ein Hinweis auf zu weiche Schuhe sein", sagt Froböse. Wer beim Laufen wegkippt, weil der Schuh zu wenig Halt gibt, hat bald Schmerzen im Knie. Nach etwa drei bis sechs Laufeinheiten sollten die neuen Schuhe eingelaufen sein.