Viele Jugendliche in Sachsen-Anhalt haben noch immer keinen Ausbildungsplatz. Ihre Chance für einen gelungenen Start in das Berufsleben ist die "last minute-Lehrstellenbörse".

Ab 15. Juni ist es wieder soweit: Offizieller Start der "last minute-Lehrstellenbörse 2009" für Lehrstellensuchende, eine Kooperation der Gesundheitskasse, von Radio Brocken und ganz neu mit dabei in diesem Jahr die IHK Halle-Dessau. Schirmherr ist Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und er sagt dazu: "Jeder Jugendliche soll auch 2009 einen Ausbildungsplatz angeboten bekommen. Mit vielfältigen Initiativen versuchen Land und Wirtschaft, dem sich in Zukunft abzeichnenden Fachkräftemangel entgegenzusteuern. Jede Aktion, die dabei hilft, wird von der Landesregierung ausdrücklich unterstützt. Die last minute-Lehrstellenbörse ist ein guter und wichtiger Schritt auf diesem Weg."

Seit 1998 engagiert sich die AOK Sachsen-Anhalt dafür, dass praktisch noch in letzter Minute Schulabgänger eine Ausbildung in ihrer Heimat absolvieren können. "Bis heute konnten rund 7.500 zusätzliche Lehrstellen aufgespürt werden. Auch mit dem Blick auf die demografische Entwicklung in Sachsen-Anhalt brauchen wir junge, sehr gut ausgebildete Fachkräfte. Im Namen der Kooperationspartner bitte ich alle potenziellen Ausbildungsbetriebe, in die Zukunft zu investieren und unserer Aktion Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen", so Uwe Deh, Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt.

Erfolgreiche Bilanz

Als die AOK Sachsen-Anhalt 1998 die Lehrstellenoffensive "last minute-Lehrstellenbörse" initiierte, gehörte sie mit zu den Ersten, die eine derartige Aktion ins Leben rief. Diesem Beispiel waren im Laufe der Jahre viele gefolgt und in diesem Jahr konnten die Schulabgänger auf verschiedene Lehrstellenbörsen von Zeitungen und Organisationen setzen. Allein durch unsere "last minute-Lehrstellenbörse 2008" konnte die AOK Sachsen-Anhalt zusammen mit Radio Brocken 506 zusätzliche Lehrstellen aufspüren. 115 Unternehmen haben teilgenommen, die eine bzw. mehrere Lehrstellen ins Netz stellen ließen. 955 Schulabgänger haben sich im Internet eingelockt, um praktisch noch in letzter Minute eine der begehrten Lehrstellen zu erhaschen. 40 verschiedene, sehr interessante Berufe standen zur Disposition – also war für jeden etwas dabei. Uwe Deh rät: "Jeder Beruf bietet vielfältige Perspektiven und innerhalb eines Unternehmens gibt es attraktive Aufstiegschancen. Man sollte sich nicht zu sehr auf einen Traumberuf versteifen, sondern besser die Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb eines Berufes sehen. Wer beim ersten Gespräch mit dem Arbeitgeber Interesse für das Unternehmen und seine gewählte Ausbildung zeigt, hat hier schon gute Karten." Ebenso ist es selbstverständlich, dass die Bewerber im Unternehmen akkurate und aussagefähige Bewerbungsunterlagen vorlegen, denn sie vermitteln dem zukünftigen Ausbilder einen ersten Eindruck des Bewerbers. Hier sollte man auf professionelle Unterstützung - beispielsweise im Internet unter www.jobfit.de/sachsen-anhalt zurückgreifen.

Kontaktmöglichkeiten

Ausbildungsbetriebe können Ausbildungsplätze über ein Onlineformular auf www.jobfit.de/sa anmelden. Ebenso über diese Internetadresse können von den Jugendlichen diese Lehrstellen abgefragt werden. Und dann liegt alles beim zukünftigen Azubi selbst. Kontaktaufnahme zum Unternehmen, Bewerbungstermin vereinbaren und mit den vollständigen Bewerbungsunterlagen geht es dann zum Gespräch mit dem eventuell zukünftigen Chef.