Weitere Infos:

In jedem AOK-Kundencenter, telefonisch an der Hotline 01802 26 57 26 (6 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz, ggf. abweichende Preise a.d. Mobilfunknetzen)

Per E-Mail an service@san.aok.de, im Internet unter www.aok.de/sachsen-anhalt oder per Post:

Pflegekasse bei der AOK Sachsen-Anhalt 35.19.
Kompetenzcenter Pflege
39084 Magdeburg.

Am 1. Juli 2008 tritt die Reform der Pflegeversicherung in Kraft. Das Ziel der Reform der Pflegeversicherung ist, die Pflege zugunsten aller Beteiligten, besonders aber der Pflegebedürftigen, deren Angehörigen und der Pflegenden, zu verbessern. Um dies zu erreichen, soll die neue Pflegeversicherung noch besser auf die Bedürfnisse und Wünsche der Hilfesuchenden eingehen.

So haben ab 1. Januar 2009 alle Versicherten einen Rechtsanspruch auf individuelle Pflegeberatung, Unterstützung und Begleitung durch einen Pflegeberater. Im Vorgriff dessen hat die AOK Sachsen-Anhalt bereits im April als erste Krankenkasse mit einer speziellen Pflegeberatung eine neue Qualitätsoffensive in der Betreuung ihrer Mitglieder und deren Angehörigen gestartet - zunächst in den Modellstandorten Magdeburg, Dessau, Quedlinburg und Hettstedt.

26 Pflegeberater waren dafür speziell qualifiziert worden. Dieses Angebot einer Rundherumbetreuung weitet die Kasse ab 1. Juli flächendeckend auf ganz Sachsen-Anhalt aus. Damit haben von Pflegebedürftigkeit betroffene Versicherte und ihre Familien in jedem der 41 Kundencenter die Möglichkeit, sich umfassend beraten und helfen zu lassen. 88 Pflegeberater hat die Gesundheitskasse dafür insgesamt im Einsatz. Ein Pflegefall kann schleichend, aber auch ganz akut eintreten. Dann sind die pflegenden Angehörigen oft völlig überfordert.

Neben der Sorge um den Angehörigen sind viele Dinge zu klären und vorzubereiten, zum Beispiel wo und wie die Pflege erfolgen soll, welche Leistungen in Anspruch genommen werden können oder wie sie zu beantragen sind. Kein Betroffener ist auf diese Situation tiefgehend vorbereitet oder hat den Überblick über das Versorgungs- und Leistungsangebot – die Pflegeberater der Gesundheitskasse schon. Pflegende Angehörige erhalten bei der Gesundheitskasse in ihrer schweren Situation kompetente Hilfe. Aber auch Versicherte, die in der Familie zukünftig von Pflege betroffen sind, können das Angebot nutzen, um sich schon jetzt weitgehend darauf vorzubereiten. Fragen wie: Welche Versorgungsmöglichkeiten gibt es? Welche Pflegeeinrichtungen gibt es in Wohnortnähe? Was muss beim Antragsverfahren beachtet werden? Welche Kosten kommen auf die Familie zu? beantworten die Pflegeberater kompetent.

Zur erweiterten Pflegeberatung gehören Informationen
- zu den Leistungen der Pflegeversicherung,
- zu den Leistungserbringern (zum Beispiel Pflegedienste) in der Nähe des Wohnorts, deren Leistungen und Kosten,
- zur Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK),
- zu den Leistungsansprüchen,
- zur Auswahl von Pflegediensten und Pflegeheimen,
- zur Abrechnung und zur Vergütung der Leistungen.

Außerdem helfen die Pflegeberater beim Antragsverfahren der Pflegeversicherung. Den neuen Service der erweiterten Pflegeberatung bietet die Gesundheitskasse ihren Versicherten telefonisch, schriftlich per Mail und im persönlichen Gespräch an. Geplant ist eine sogenannte zugehende Hilfe: Ausgebildete Pflegefachkräfte beraten betroffene Versicherte sogar zu Hause. Bereits seit dem Start der Pflegeversicherung im Jahr 1995 hat die AOK Sachsen-Anhalt sowohl die raumgebundene Pflegeberatung (im AOK-Kundencenter) als auch die zugehende ausgebaut und ständig optimiert – ergänzt durch Pflegeforen sowie das gemeinsame Beratungsangebot zur Verbesserung des Wohnumfelds mit dem PiA-Kontaktbüro für Senioren (PiA steht für "Prävention im Alter").

Die PiA-Mitarbeiter helfen, Fördermittel zu beantragen, holen Kostenvoranschläge ein und begleiten den Umbau bis zum Abschluss. Voraussetzung für eine Förderung der Pflegekasse: Versicherte haben eine Pflegestufe. Dann erhalten sie pro Umbaumaßnahme bis zu 2.557 Euro. Die AOK Sachsen-Anhalt betreut übrigens rund 56.000 Pflegebedürftige, das sind etwa 70 Prozent aller Pflegebedürftigen im Bundesland.