Lange Klinikaufenthalte müssen oft nicht sein. Immer mehr Operationen sind heute ambulant oder mit kurzzeitiger Nachsorge möglich. Zum Beispiel im Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) "Herderstraße".

Die Magdeburger Praxisklinik für Phlebologie ist spezialisiert auf die Vorbeugung und Therapie von arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen, Thrombosen und Krampfadern. Gegründet haben das MVZ "Herderstraße" Dr. Peter Burger und Dr. Hans-Hermann Ladetzki. Weitere Gesellschafter sind die Allgemeinmedizinerin Kirsten Matthies sowie der Chirurg Normunds Kalninsch. Außer ambulanter Diagnose und Therapie sind gefäßchirurgische Operationen ebenso möglich wie eine kurzstationäre Nachsorge.

Ein Vertrag zur "Integrierten Versorgung" zwischen der AOK Sachsen-Anhalt, der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt und dem MVZ sorgt dafür, dass lange Krankenhausaufenthalte vermieden werden. Doch was heißt Integrierte Versorgung? Integrierte Versorgung ist eine neue Versorgungsform im Gesundheitswesen, die für eine bessere Betreuung der Patienten steht. Die unterschiedlichen Leistungsbereiche sind hier eng verzahnt.

Niedergelassene Haus- oder Fachärzte bieten so gemeinsam mit stationären Einrichtungen eine medizinische Versorgung "aus einer Hand" an. Auch ambulante oder stationäre Rehabilitationsleistungen, Heil- oder Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege und anderes mehr können im Versorgungsumfang berücksichtigt werden. Die AOK als Marktführer in der gesetzlichen Krankenversicherung ist besonders innovativ im Bereich der Integrierten Versorgung. Schon über 7000 Versicherte der AOK Sachsen-Anhalt profitierten damit von besser koordinierten medizinischen stationsersetzenden Leistungen der Integrierten Versorgung.

Bei größeren Operationen oder höheren Risiken musste bislang immer noch in Krankenhäuser überwiesen werden. Dass ist nun nicht mehr notwendig, denn die kooperativen Strukturen des MVZ ermöglichen es, Patienten nach der OP für ein bis drei Nächte in der Praxisklinik zu versorgen. Das kommt besonders Menschen mit mehreren Krankheiten oder älteren Personen entgegen. Die Patienten werden vor, während und nach der Operation von ein und dem selben Arzt betreut. Weitere Vorteile: Patienten kommen in der Regel schneller wieder auf die Beine und die sonst üblichen Zuzahlungen für Krankenhausaufenthalte entfallen. Acht bis zwölf Operationen werden täglich im MVZ durchgeführt, rund 2500 im Jahr. Der Großteil der Patienten kann wenige Stunden nach der OP schon wieder nach Hause gehen, andere werden ein bis drei Nächte in der Praxisklinik medizinisch betreut.

Wie ist der Ablauf? Die Patienten bringen die Überweisung ihres Hausarztes mit in die Einrichtung. Er stellt auch alle notwendigen Berichte, Voruntersuchungen und Befunde zur Verfügung, wodurch Doppeluntersuchungen vermieden werden. Ob die OP ambulant ausgeführt wird oder eine kurzzeitige Nachsorge nötig ist, entscheidet der Arzt. Er informiert den Patienten einige Tage vor dem Eingriff über den Ablauf. Dann klärt auch der Narkosearzt über die Risiken einer Narkose auf.

Weitere Informationen zur Integrierten Versorgung gibt es in den AOK-Kundencentern oder im Internet unter www.aok.de/sa.