Lohnt sich eine energetische Sanierung überhaupt?

Eine energetische Gebäudesanierung kostet selbstverständlich Geld. Wie hoch die Kosten sind, hängt vom jeweiligen Gebäude und den eingesetzten Materialien und Techniken ab. Sanierungsmaßnahmen sollten sich grundsätzlich an den Lebenszyklen der Bauteile orientieren. Um Einspareffekte zu benennen und sinnvolle Sanierungsmaßnahmen zu entwickeln, sollte vor Beginn der Planungen eine Energieberatung in Anspruch genommen werden.

Unser Haus benötigt ein neues Dach. Wir möchten im Zuge dessen auch neu dämmen. Wie kann ich das sinnvoll finanzieren?

Fragen Sie bei Ihrer Hausbank oder Bausparkasse nach einem Finanzierungsplan. Im Unterschied zu vielen Banken verzichten Bausparkassen auf sogenannte Kleindarlehenszuschläge. Deshalb sollten Sie sich auch darüber informieren. Zudem gibt es zinsverbilligte Kredite oder Zuschüsse von der staatlichen KfW-Bank.

Ich möchte die Heizung in meinem Haus auf erneuerbare Energieträger umstellen. Gibt es dafür eine Förderung?

Wenn Sie eine neue, regenerative Heizung installieren, können Sie Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beantragen. Auch die KfW-Bank hält zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse bereit. Wenn Ihre energetische Sanierung umfassender ist, bietet sich auch bzw. zusätzlich ein Bausparvertrag an.

Unser Haus benötigt eine neue Heizung. Allerdings zögern wir noch, da man immer wieder hört, dass sich Sanierungen nicht rechnen. Was empfehlen Sie uns?

Der Austausch einer alten, ineffizienten Heizung kann durchaus lohnenswert sein. Die Pumpe ist der größte Stromverbraucher. Lassen Sie auch die Durchflusskraft vom Fachmann überprüfen, falls Sie nur das Gefühl haben, die Leistung stimmt nicht mehr. Wichtig: Achten Sie beim Einbau und Anschluss der Anlage auf die sorgfältige Planung und eine saubere Bauausführung, um zu vermeiden, dass die Anlage über- oder unterdimensioniert ist. Beziehen Sie die voraussichtliche Nutzungsdauer in Ihre Kalkulation mit ein.

Wir möchten bald unser Haus verkaufen und brauchen dafür einen Energieausweis. An wen wende ich mich da und was kostet das?

Energieausweise dürfen nur von zertifizierten Energieberatern ausgestellt werden. Sie sollten mit Kosten von rund 450 Euro plus Mehrwertsteuer rechnen. Für den Verbrauchsausweis wird lediglich der Energieverbrauch der zurückliegenden Jahre herangezogen. Fragen Sie hierzu Ihren Energieversorger vor Ort.

Unser Haus benötigt ein neues Dach, aber auch neue Fenster? Wo beginne ich am besten? Können wir hierfür auch Fördergelder in Anspruch nehmen?

Ein Sanierungsfahrplan ist hier sinnvoll. Wenn Sie die Zimmer im oberen Stockwerk unterm Dach kaum nutzen, wären die neuen Fenster also zuerst dran. Wenn Sie dann in die Energieeffizienz, z. B. in die Dämmung der obersten Geschossdecke investieren, profitieren Sie von den Fördergeldern der KfW. Für solche Arbeiten eignet sich aber auch der Bausparvertrag als eine Art Instandhaltungsrücklage besonders gut.

Gibt es Zuschüsse für die Beratung durch einen Energieberater?

Ja, sowohl die KfW-Bank, durch einen Baubegleitungszuschuss, als auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), über das Programm „Vor-Ort-Beratung“, erteilen Zuschüsse für die Energieberatung.

Ist eine Modernisierung der Heizung auch im Winter möglich?

Man kann den Heizungswechsel auch während der Heizperiode durchführen, ohne dass Sie frieren müssen. Auch die Warmwasserversorgung wird nur für kurze Zeit unterbrochen.

Ich möchte mein Gebäude von Grund auf sanieren und weg von der alten Nachtstromspeicherheizung. Welche Alternativen gibt es?

Netzgebunden bietet sich z. B. Fernwärme an. Liegt Gas in der Straße würde sich auch ein Brennwertgerät anbieten. Möchten Sie sich lieber netz-unabhängig versorgen, eignet sich die regenerative Alternative eines Holz-Pelletkessels, Stückholzkessels oder eine Hackschnitzelanlage. Eine weitere fossile Variante der netzunabhängigen Versorgung ist auch die Ölbrennwertanlage oder eine Flüssiggasbrennwertanlage. Unter bestimmten Voraussetzungen eignet sich auch eine Wärmepumpe, die Umweltwärme aus Boden, Luft oder Wasser gewinnt.

Wie können wir mit dem richtigen Heizverhalten Energie sparen?

Ein Aufdrehen der Heizung auf die höchste Stufe heizt den Raum nicht schneller und verschwendet Energie. Stellen Sie den Regler zwischen drei und vier, bringt das eine Temperatur von ungefähr 22 Grad. Lüften Sie die Räume regelmäßig und vermeiden Sie dauerhaft angekippte Fenster. Lüften Sie so kurz und kräftig wie möglich. Am besten mehrmals täglich zwei bis fünf Minuten. Die Räume sollten nicht überheizt werden. Jedes Grad Temperatursenkung spart bis zu sechs Prozent Heizkosten. Schließen Sie die Türen zu weniger beheizten Räumen und achten Sie darauf, dass die Heizkörper bei geöffnetem Fenster abgeschaltet sind. Nachts können Sie die Heizung herunterdrehen. Fußbodenheizungen reagieren dafür aber zu träge. Auch Möbel oder Vorhänge vor Heizkörpern verhindern ein optimales Heizen. Achten Sie darauf, dass diese frei sind.

Wir besitzen zwei Gefriertruhen. Diese verbrauchen sehr viel Strom. Können wir hier irgendwas verändern, um Energie und Kosten zu sparen?

Vor allem alte Kühl- oder Gefrierschränke können wahre „Energieschleudern“ sein. Mit ein paar Hinweisen können Sie ggfs. etwas Energie einsparen. Das Gerät sollte möglichst „kühl“ stehen, denn bei niedriger Raumtemperatur muss es nicht so viel arbeiten. Kellerräume oder Abstellkammern eignen sich daher besonders gut. Stellen Sie die Temperatur auf –18°C ein. Tiefere Temperaturen sind unnötig und kosten nur mehr Energie. Frieren Sie nur abgekühlte und gut verpackte Speisen ein und öffnen Sie die Geräte möglichst nur kurz, denn die Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft beschleunigt den Reifansatz.

Gibt es auch vom Land Sachsen-Anhalt ein finanzielles Förderprogramm, das ich neben der KfW-Förderung nutzen könnte?

Vor allem alte Kühl- oder Gefrierschränke können wahre „Energieschleudern“ sein. Mit ein paar Hinweisen können Sie ggfs. etwas Energie einsparen. Das Gerät sollte möglichst „kühl“ stehen, denn bei niedriger Raumtemperatur muss es nicht so viel arbeiten. Kellerräume oder Abstellkammern eignen sich daher besonders gut. Stellen Sie die Temperatur auf –18°C ein. Tiefere Temperaturen sind unnötig und kosten nur mehr Energie. Frieren Sie nur abgekühlte und gut verpackte Speisen ein und öffnen Sie die Geräte möglichst nur kurz, denn die Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft beschleunigt den Reifansatz.

Unser Wäschetrockner läuft fast jeden Tag. Für ein neues Gerät fehlt uns das Geld. Wie können wir das Gerät mit einigen Handgriffen oder Tipps optimieren?

Wenn Sie keine andere Trocknungsmöglichkeit haben, reduzieren Sie dennoch nach Möglichkeit die Häufigkeit und Dauer der Gerätenutzung. Schleudern Sie die Wäsche zuvor mit mindestens 800 Umdrehungen pro Minute. Bei Textilien mit unterschiedlichen Trockenzeiten können Sie das Programm einfach unterbrechen und die bereits trockene Wäsche herausnehmen. Reinigen Sie regelmäßig das Flusensieb und leeren Sie beim Kondensationstrockner nach dem Trocknungsgang den Wasserbehälter.