Frankfurt/Main - Jagdverhalten können Halter ihrem Hund nicht abgewöhnen, aber sie können es kontrollieren. Dazu ist es wichtig, Auslöser für den Jagdimpuls so früh wie möglich zu erkennen. Bei den meisten Vierbeinern sind das schnelle Bewegungsreize wie Jogger, Fahrradfahrer, laufende Tiere oder Autos.

Bei den ersten Anzeichen von Jagdlust oder bei Dämmerung sollten Besitzer ihr Tier rechtzeitig anleinen, empfiehlt der Bundesverband praktizierender Tierärzte. Für die Gehorsamkeit sollten Besitzer mit ihrem Hund den Rückruf üben. Dazu kann er entweder auf ein neues Rückrufsignal, beispielsweise mit einer Pfeife, konditioniert werden. Oder der Vierbeiner wird an die Schleppleine genommen, die wie ein verlängerter Arm wirkt.

Außerdem ist es sinnvoll, das Tier schon als Welpen an ein "Lass das!"-Kommando zu gewöhnen. Dabei lernt es, von begehrten Objekten abzulassen. Das wird am besten trainiert, indem man beispielsweise Leckerlis auf den Boden legt und dann mit dem Hund an der Leine daran vorbeigeht und "Lass das!" sagt. Eine Belohnung gibt es nur, wenn der Hund ruhig und ohne Ziehen daran vorbeigeht. Will er sich hingegen auf das Futter stürzen, ignorieren Halter das und wiederholen die Übung.