Wir haben unserem Hund zu Ostern ein Stück Schokolade gegeben. Eine Bekannte meinte jedoch, dass der Hund daran sterben kann. Stimmt das ? Und wenn ja : Warum ist das so ? Es antwortet Tierarzt Dr. Klaus Kutschmann, Vizepräsident der Tierärztekammer Sachsen-Anhalt.

Schokolade und kokaohaltige Süßigkeiten werden Hunden oft als Belohnung gefüttert. Da in den meisten Fällen nur geringe Mengen verabreicht werden, vertragen die Tiere das im Allgemeinen ohne Probleme. Aber es stimmt, dass selbst geringe Mengen solcher Genussmittel für Hund und Katze giftig sein können

Kakaoprodukten und Kaffee enthalten in hoher Konzentration Methylxantine ( Coffein, Theophyllin oder Theobromin ). Dunkle Schokolade enthält zum Beispiel 5 mg Theobromin pro Gramm, und Kaffee kann bis zu 200 mg Coffein pro Tasse enthalten.

Schon einige hundert Milligramm Coffein, Theobromin oder Theophyllin pro Kilogramm Körpermasse können bei einem Hund zu tödlichen Vergiftungen führen. Das kann bereits bei 20 bis 30 Gramm Schokolade der Fall sein. Die Vergiftungsanzeichen, die einige Stunden nach der Aufnahme dieser Stoffe auftreten, sind Unruhe, Erbrechen, Krämpfe, Atemnot und Herzrasen. Falls größere Mengen dieser Giftstoffe aufgenommen wurden, sterben die Tiere an Atem- und Herzstillstand.

Bemerkt man die Aufnahmen größerer Mengen rechtzeitig, kann man versuchen durch Verabreichung von, Brech- und Abführmitteln die Resorption der Giftstoffe zu verhindern. Bei schon eingetretenen Vergiftungssymptomen kann nur versucht werden, diese zu lindern.

Die Vergiftungsgefahr ist umso größer, je kleiner die Tiere sind und je dunkler die Schokolade ist. Am besten ist es, keine derartigen Süßigkeiten an Hunde und Katzen zu verfüttern.