Coburg. Man muss auch mal loslassen können. Zumindest im Fall einer Hundehalterin, deren Hunde sich mit einem frei laufenden Mischlingsrüden gerauft haben. Nach Ansicht des Landgerichts Coburg hätte sie so ihren Unfall vermeiden können. Obwohl ihre Tiere in der kleinen Beißerei wild an der Leine zogen, hatte sie diese festgehalten und war gestürzt. Sie erlitt einen Kreuzbandriss am Knie und eine Verletzung am Daumen. Die Klägerin forderte vom Besitzer des angriffslustigen Hundes Schmerzensgeld über 10 000 Euro. Der wollte aber nur 50 Prozent übernehmen. Das sahen die Richter anders, gaben der Frau jedoch wegen des Festhaltens der Leine eine Mitschuld von 20 Prozent, erklären Experten das Urteil ( LG Coburg, Az .: 12 O 741 / 06 ).