"Wir sind vor über 13 Jahren in unsere Wohnung eingezogen", schrieb uns Manfred Göhring aus Tangerhütte. Der Vermieter hatte in jede Wohnung einen Kabelanschluss legen lassen. Eines Tages erhielten unsere Leser die Nachricht, dass sie von Kabel Deutschland übernommen wurde.

Ende 2005 erhielt die Familie ein Schreiben, dass der Kabelanschluss nun digital sei. Außerdem sollte ein Vordruck ausgefüllt werden mit einem über 2 Euro höheren Preis. Dem hat Manfred Göhring widersprochen und eine Bestätigung dafür erhalten. Aber es wurden auch ein Receiver und eine Zeitschrift angeboten, die, obwohl abgelehnt, geschickt wurden.

Ein umfangreicher Schriftverkehr folgte und die Feststellung, dass nun 27,03 Euro vom Konto abgebucht wurden, ohne Zustimmung und Einzugsermächtigung. "Wir haben keinen Vertrag und sollen für eine Leistung zahlen, die nicht bestellt ist, bzw. erbracht wird", schrieb Manfred Göhring.

Die Überprüfung ergab, so heißt es in der Antwort von Kabel Deutschland, dass sich der Vorgang als sehr kompliziert darstellt. Manfred Göhring habe das Produkt Kabel Digital Home bestellt, nach Ablauf der Widerrufsfrist jedoch nur den Digital- Receiver zurückgeschickt. Das führte nicht zur Aufhebung des Vertrages.

So entstanden monatliche Kosten. Danach habe es zu einer Preiserhöhung einen Widerspruch gegeben, der auch anerkannt wurde, und wiederholt Kontakte wegen der Kosten für den Kabel Digital Home-vertrag – wobei es auf beiden Seiten zu Missverständnissen gekommen sei.

"Wir haben angeboten, dass die offenen Posten aus dem Digital-Home-Vertrag vom Kundenkonto ausgebucht werden, schrieb uns Kabel Deutschland. "Das geschieht aus außerordentlicher Kulanz heraus, da der Vertrag nie wirksam gekündigt wurde. Der Kunde wird ab März nur noch die laufenden Entgelte für den Kabelanschluss zahlen." Das Problem wurde also gelöst.(esh)