Als Annekathrin Künze zum Jahresbeginn gekündigt wurde, wollte sie sich das Geld von der Versicherung auszahlen lassen, das ihr Arbeitgeber für sie in einem Rentenfonds angelegt hatte. Das schriftliche Prozedere lief reibungslos ab – mit der Überweisung haperte es.

Von Gudrun Oelze

Obwohl die Magdeburgerin dem Versicherungsunternehmen in Bonn die korrekte Bankverbindung mitgeteilt hatte, wurde das Geld immer wieder einem anderen Konto gutgeschrieben.

Zumindest war dies den Schreiben zu entnehmen, die Annekathrin Künze im Laufe mehrerer Wochen von der Lebensversicherungs-AG erhielt. Darin teilte ihr der Kundenservice jedes Mal neu die Abrechnung ihrer Rentenversicherung und die Nummer des Kontos mit, zu dessen Gunsten die Auszahlung veranlasst worden sei.

Die Zahlenreihe ähnelte durchaus der Kontonummer unserer Leserin – nur war immer ein Zahlendreher dabei. Wenn sie dies monierte, wurde der Fehler angeblich korrigiert – und eine neue, aber wiederum falsche Kontonummer vermerkt.

Nun ist wohl davon auszugehen, dass Mitarbeiter von Versicherungen mit Zahlen sicher umgehen können. Dass es aber auch bei ihnen durchaus einmal zu einem Zahlendreher kommen kann, ist noch nachvollziehbar. Aber gleich dreimal? Oder will man der Frau in diesem Fall das Geld gar nicht überweisen? Danach erkundigten wir uns bei dem Versicherungsunternehmen.

Dort musste nach interner Prüfung eingeräumt werden, "dass der Rückkaufswert des Vertrages tatsächlich gleich mehrfach versehentlich auf eine falsche Kontonummer überwiesen wurde".

Für diese "wirklich ärgerliche Panne" bat man die Magdeburgerin um Entschuldigung und versicherte, dass ihr Geld unverzüglich neu und dieses Mal an die korrekte Bankverbindung angewiesen wurde.