Wer bestimmte Leistungen in Anspruch nimmt, weiß, dass er diese auch bezahlen muss. Das ist selbstverständlich und wird von den meisten auch prompt erledigt. Anders ist es, wenn jemand eine Rechnung erhält und sich nicht erklären kann, wofür er zur Kasse gebeten wird.

So erging es zum Beispiel Gudrun Bräutigam aus Gommern, deren Mann bis März 2009 selbständig tätig war. "Wir leben in unserem Wohn- und Geschäftshaus im Gewerbepark Gommern", schrieb sie.

Ende März erhielt sie von E-ON Avacon eine Schlussverbrauchsrechnung über insgesamt 6 937 Euro – allerdings für ein Vertragskonto, das nicht ihnen gehörte und mit einer Kundennummer, die ebenfalls nicht ihre war.

Auf Nachfrage erhielt sie die Antwort, dass ein Zähler übrig sei und man der Meinung sei, er gehöre ihnen. Deshalb wurde eine Vertragsnummer vergeben und dieser Zähler wurde ihnen angelastet.

Diese Meinung resultierte offensichtlich aus der Tatsache, dass Anfang des Jahres Monteure bei ihnen gewesen waren. Sie mussten den Notdienst rufen, weil die Gasversorgung ausgefallen war. Auf einen Brief, den sie darauf schrieben, kam keine Antwort. Bei einer telefonischen Nachfrage wurde eine Prüfung zugesagt.

Stattdessen kamen Ende April und Ende Mai wieder Briefe für das Vertragskonto, das nicht ihnen gehörte, nun mit einem Rechnungsbetrag von jeweils 6 916 Euro. "Und nun reicht es mir", schrieb sie uns. "Wir haben seit jeher nur unseren einen Gaszähler, mit unserem nachweisbaren Verbrauch."

Nach unserem Eingreifen kam dann Klarheit in die Sache. So teilte uns E-ON mit, eine Überprüfung durch den Netzbetreiber habe ergeben, dass der Zähler nicht auf die Kundin hätte angemeldet werden dürfen. "Folglich ist auch der auf dem Zähler angefallene und von uns in Rechnung gestellte Verbrauch nicht der Kundin zuzuschreiben", heißt es in der Antwort von E-ON.

"Wir haben mit der Kundin Kontakt aufgenommen und die Angelegenheit in ihrem Sinne geklärt. Die Abmeldung des Zählers durch den Netzbetreiber ist erfolgt, das Vertragskonto für den Zähler wurde von uns gelöscht und die gestellte Rechnung selbstverständlich storniert."