Alljährlich fiebern Vorschulkinder ungeduldig der Einschulung entgegen. Bei einer Familie aus dem Altmarkkreis war das anders.

Das Alter für den Schuleintritt hatte die Tochter zwar, doch es gab ein "Aber": Als Kleinkind hatte das Mädchen große Probleme beim Sprechenlernen. Auch in der darauffolgenden Zeit war eine zusätzliche Sprachförderung notwendig. Kinderärztin und Logopädin empfahlen, die Einschulung des Kindes um ein Jahr zu verschieben.

Die Mutter stellte bereits im Juni 2008 einen entsprechenden Antrag an das Landesverwaltungsamt. Das sei zu früh, wurde ihr damals mitgeteilt. Solche Entscheidungen würden zeitnah getroffen, um die aktuelle Entwicklung der Leistungsvoraussetzugen des Kindes berücksichtigen zu können. Die Mutter wurde aufgefordert, im Februar 2009 einen neuen Antrag zu stellen – mit aktualisierter fachärztlicher Stellungnahme. Das tat sie.

Doch die Zeit verstrich, es begannen bereits Schnupperstunden in der künftigen Grundschule, und die Familie war immer noch im Ungewissen. "Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergeht", war die Mutter sehr verunsichert und bat unsere Redaktion um Hilfe. Auf unsere Nachfrage beim Landesverwaltungsamt hin wurde umgehend eine Klärung versprochen. Inzwischen hat es unsere Leserin schwarz auf weiß: Dem Antrag auf Verschiebung der Einschulung um ein Jahr wurde entsprochen.

Es bleibt also noch etwas mehr Zeit für die Vorbereitung auf die Schule, für das Trainieren von Ausdauer, für spezielle Therapien. Umso größer wird dann die Vorfreude auch bei diesem Mädchen sein, wenn es im nächsten Jahr zu den neugierigen ABC-Schützen gehören wird ...