Bei Carola Schulze aus Genthin lagen Ende April 2009 "die Nerven blank". Ursache war eine Rechnung von E.ON , die zunächst auf sich warten ließ und dann einen astronomischen Wert auswies.

Was war geschehen? Frau Schulze besitzt in Genthin ein Wohn- und Geschäftshaus, in dem sich drei Mietwohnungen und zwei Gewerbeeinheiten befnden. Dafür hat sie bei E.ON zwei Vertragskonten, einmal für Nachtstrom und einmal für Tagstrom. Abgelesen werden die Zähler durch einen Mitarbeiter der Firma.

Während unsere Leserin die Abrechnung für den Nachtstrom bereits Ende Januar 2009 erhielt, wartete sie auf die Abrechnung für den Tagstrom vergebens. Wiederholt versuchte sie, die Abrechnung zu erhalten, aber zunächst ohne Erfolg. Letztlich bemühte sich dann aber doch eine Mitarbeiterin um Klärung des Problems. "Es gab wohl Probleme mit dem Zählerstand", schrieb uns Frau Schulze, "deshalb ging keine Rechnung raus." Ende März erhielt sie dann endlich eine Rechnung mit der Forderung, 3081,72 Euro nachzuzahlen. Der berechnete Verbrauch war etwa doppelt so hoch wie der bisher übliche. Das konnte nach Meinung von Frau Schulze nicht stimmen. Wieder bemühte sie sich um eine Klärung und wieder vergeblich.

Nach drei Monaten riss unserer Leserin der Geduldsfaden, und sie wandte sich an die Redaktion Leseranwalt.

Nach unserem Eingreifen wurde die Sache bei E.ON nun schnell geklärt. Der Stromanbieter teilte mit, dass eine Mitarbeiterin sich mit Frau Schulze in Verbindung gesetzt und "für die lange Wartezeit und die Unstimmigkeiten bezüglich des Rechnungsbetrages entschuldigt hatte". "Wir bedauern, dass es für die Kundin dadurch zu Unannehmlichkeiten gekommen ist", heißt es in der Antwort von E.ON. "Bei der Zählerablesung wurde versehentlich der Zählerstand eines anderen Zählers erfasst, weshalb der Rechnungsbetrag zu hoch ausfel. Die Kundin hat in der Zwischenzeit eine korrigierte Rechnung erhalten."

Die Genthinerin Carola Schulze ist erleichtert. "Mein größtes Problem war ja, dass ich keinen kompetenten Ansprechpartner zur Klärung ans Telefon bekommen hatte. Mit Ihrer Hilfe kam doch sehr schnell Bewegung in die Sache, und sie konnte geklärt werden", meinte unsere Leserin dankbar.