Auf einen noch am früheren Wohnort Stendal beantragten Handhebelrollstuhl wartete Bruno Christoph in seiner neuen Magdeburger Wohnung schon seit Monaten. Gebracht wurde ihm vom Sanitätshaus ein Rollstuhl, den er durch die Kraft seiner Hände bewegen oder in dem ihn seine Ehefrau schieben müsste.

"Ich bin linksseitig gelähmt und habe keine Kraft, einen solchen Rollstuhl zu betätigen", empörte er sich, und seine behinderte Frau sei selbst auf einen Rollator angewiesen. Unser Leser bat um Hilfe, damit die Krankenkasse ihm einen elektrischen oder zumindest einen für ihn handhabbaren Rollstuhl genehmige.

Tatsächlich, ein Antrag für einen Elektrorollstuhl wurde im März 2005 abgelehnt, stellte die AOK Sachsen-Anhalt bei Überprüfung des Sachverhaltes fest. Eine Verordnung für einen Stoßhebelrollstuhl sei im Dezember 2008 bei der Krankenkasse eingegangen. Das Gutachten des eingeschalteten Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) habe jedoch empfohlen, sowohl einen Stoßhebelrollstuhl als alternativ auch einen Leichtgewichtrollstuhl zum Mittrippeln zu erproben und dabei zu testen, mit welchem Modell der Versicherte am besten zurecht komme. Diese Anforderung wurde dem Sanitätshaus mitgeteilt. Leider kam es aber gar nicht zur Erprobung eines Leichtgewichtrollstuhls, da der Versicherte diese Versorgungsform strikt ablehnte, so die Auskunft der AOK. Sie empfahl nun nochmals, gemäß dem MDK-Gutachten bei einem Hausbesuch beim Versicherten beide Typen, sowohl einen Stoßhebelrollstuhl als auch einen Leichtgewichtrollstuhl zu erproben. Inzwischen seien aber auch eine neue Verordnung und ein Kostenvoranschlag für einen Elektrorollstuhl eingetroffen. "Diese werden derzeit geprüft", so die Auskunft der AOK von Anfang März.

Zehn Wochen später erhielten wir Post von Herrn Christoph. "Jetzt konnte ich den beantragten Elektrorollstuhl in Empfang nehmen, der nach langem Warten nun endlich genehmigt wurde", schrieb er. Bei der Redaktion Leseranwalt bedankte er sich für den Einsatz. Unser Leser ist sehr froh, das für ihn so wichtige Hilfsmittel nutzen zu können.