Wer einen Einkauf tätigt, was immer es sei, der möchte für sein gutes Geld gute Ware. Genauso ist es mit einer Leistung, die ordnungsgemäß und in guter Qualität erbracht werden sollte. Das meint auch Wolfgang Huche aus Eilsleben.

In dem Wohnblock, wo seine Familie ihr Zuhause hat, empfangen die Mieter ihr Fernsehbild über eine Gemeinschaftsantenne. Für Wartung und Pflege der Anlage entrichten sie eine monatliche Gebühr. "Seit einem halben Jahr ist die Anlage defekt und das Fernsehbild sehr schlecht", schrieb Herr Huche Ende September an uns. Obwohl die Mieter diesen Zustand meldeten und sich um eine Änderung bemühten, geschah längere Zeit nichts.

Als zweites drückte er seine Unzufriedenheit darüber aus, dass sich mitunter Luft im Warmwasserkreislauf der Heizanlage befindet. Das geschieht immer dann, wenn das Wasser im Oberdorf aus technischen Gründen abgestellt werden muss. Um diese Luft zu beseitigen, müssen die Mieter, die im zweiten Stock wohnen, das Wasser so lange laufen lassen, bis die Luft aus dem gesamten System entfernt ist. Unvertretbar bei den heutigen Energie- und Wasserpreisen, schreibt Herr Huche.

Auf unsere Nachfrage zuerst bei der Wohnungsverwaltung Eilsleben, dann bei den Beauftragten für Wohnungsverwaltung, der Verwaltungsgemeinschaft "Obere Aller", erhielten wir die Auskunft, dass bereits seit März 2008 Hinweise und Beschwerden der Mieter über einen mangelhaften Fernsehempfang eingegangen waren. Danach wurde sofort die Reparatur der Antennenanlage veranlasst. Trotzdem gab es wieder Probleme, so dass eine erneute Reparattur nötig wurde.

Im August dieses Jahres stellte die beauftragte Fachfirma jedoch fest, dass durch diese Reparaturen eine grundlegende Verbesserung des Empfangs nicht möglich ist. Deshalb wurde festgelegt, die komplette Empfangsanlage zu erneuern. "Vorraussetzung für eine Erneuerung in diesem Umfang mit einem erhöhten finanziellen Aufwand, ist eine umfassende Angebotsabfrage und Prüfung", schreibt die VErwaltungsgemeinschaft "Obere Aller". Nach Vorlage und Prüfung der notwendigen Unterlagen wurde der Auftrag auch unverzüglich vergeben. Diese Information erhielten die Mieter jedoch erst auf Anfrage.

Am 6. Oktober dieses Jahres wurde die neue Anlage installiert. Die Firma stellte als Serviceleistung anschließend die Fernsehgeräte der Mieter neu ein. "Die danach mit den Mietern geführten Rücksprachen bestätigen nunmehr den ordnungsgemäßen Empfang", heißt es in dem Brief.

Zu dem Problem, dass sich mitunter Luft in der Warmwasserleitung befindet, bestätigt die Verwaltungsgemeinschaft auch das. Es geschehe immer dann, wenn der zuständige Trink- und Abwasserverband bei Havarien oder Baumaßnahmen das Wasser abstellen muss. Abzuhelfen wäre dieser Zustand dann, wenn über Strömungen im System sofort eine entsprechende Information an die Wohnungsverwaltung gegeben werde. Dann könne die Installationsfirma die Ursache feststellen und beheben. Zu einem späteren Zeitpunkt wäre das aber nur eingeschränkt möglich. Was so viel heißt wie sofort die Alarmglocke bei der Verwaltungsgemeinschaft anschlagen zu lassen.

Der Brief schließt mit der Bemerkung, dass ein gutes Verhältnis zu den Mietern bestehe und die VGM bemüht ist, berechtigten Forderungen und Wünschen der Mieter im Rahmen der Möglichkeiten selbstverständlich nachzukommen.