Frage : Ich habe gelesen, dass zuviel Zimt die Gesundheit gefährdet. Wieviel Zimtsterne kann man ohne Risiko essen ? Es antwortet Dipl .-Ökotrophologin Steffi Aronica vom Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie des Uniklinikums Magdeburg.

Zimt ist ein seit langer Zeit verwendetes und vor allem in der Weihnachtszeit beliebtes Gewürz zum Verfeinern und Aromatisieren verschiedener Speisen und Backwaren wie Milchreis, Fertigmüsli, Lebkuchen und Spekulatius. Die aktuelle Diskussion um eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch einen hohen Zimtverzehr hängt mit dem Zimt-Bestandteil Cumarin zusammen. Cumarin ist ein in vielen Pfl anzen vorkommender natürlicher Aromastoff, der in bestimmten Zimtsorten höhere Konzentrationen erreicht.

Der in Deutschland hauptsächlich verwendete " Cassia-Zimt " weist von Natur aus hohe Cumaringehalte auf. Der feinere und teurere " Ceylon-Zimt " dagegen ist besonders cumarinarm und kann zum Beispiel in Apotheken gekauft werden.

Isoliertes Cumarin darf Lebensmitteln nicht zugesetzt werden, und beim Einsatz cumarinhaltiger Pfl anzenteile, wie zum Beispiel Zimt, ist der Gehalt an Cumarin auf zwei Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel begrenzt.

Prinzipiell sollte Zimtgebäck gerade in der Vorweihnachtszeit nicht in größeren Mengen verzehrt werden. Auch die Gesamtaufnahmemenge von Zimt über andere Lebensmittel wie z. B. Milchreis muss dabei berücksichtigt werden.

Besonders für kleine Kinder wird empfohlen, pro Woche nicht mehr als 10 Zimt-sterne oder 100 Gramm zimthaltige Cerealien oder eine Portion Milchreis mit Zimt zu essen. Für Erwachsene werden diese Werte entsprechend dem Körpergewicht hochgerechnet und liegen bei etwa 40 Zimtsternen pro Woche. Fazit : Die beliebten Zimtsterne kann man in der Adventszeit essen – aber in Maßen.

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