Frage : Von einer Nachbarin hörte ich, dass Einbrecher in mehrere Häuser zur Nachtzeit durch die Terrassentür gekommen sind. Dafür sollen sie die Tür aufgebohrt haben. Wie kann ich mich davor schützen ? Es antwortet Lothar Schirmer von der Kripo-Beratungsstelle Magdeburg :

Diese Einbruchsmethode wurde in jüngster Vergangenheit in Magdeburg und Umgebung öfter angewendet. Einbrecher durchbohren mit einem Holzbohrer den Rahmen der Terrassentür, führen durch dieses Loch einen massiven gebogenen Draht, mit dessen Hilfe sie den nach unten stehenden Türgriff zur Seite drehen und somit die Tür öffnen können. Diese Methode ist nahezu geräuschlos und ermöglichte es den Tätern, zur Nachtzeit, von den schlafenden Bewohnern unbemerkt, ins Haus zu kommen. Die Diebe entwendeten Bargeld, Schmuck und Heimelektronik, also überwiegend Dinge, die sie schnell im Wohnzimmer oder Flur des Hauses fi nden konnten.

Schützen kann man sich vor dieser Einbruchsvariante durch Installation abschließbarer Terrassentürgriffe. Voraussetzung ist aber, dass diese auch abgeschlossen werden. Wer allerdings seine Terrassentür wirklich sicher machen will, der sollte die meist vorhandenen Rollbolzen durch Pilzkopfzapfen ersetzen lassen, oder ein zusätzliches Schloss anbauen. Denn nur diese Variante hilft, wenn sich ein Täter entschließt, Ihre Terrassentür oder das Fenster aufzuhebeln. Terrassentüren werden von Einbrechern am häufi gsten angegriffen. Ein Haus hat aber noch andere Schwachstellen, wie Nebentüren oder Kellerfenster.

Wer sich wirkungsvoll schützen will, kann professionelle Hilfe in den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen bekommen. Rufen Sie einfach bei Ihrer örtlichen Polizei an und erkundigen Sie sich nach der Telefonnummer der Beratungsstelle in Ihrer Region. Die speziell ausgebildeten Polizeibeamten kommen zu Ihnen nach Hause und führen eine für Sie kostenlose Schwachstellenanalyse durch.

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