Frage : Ich habe gehört, dass Neonröhren viel Strom beim Anschalten benötigen. Ab wann lohnt es sich, ein Lampe besser brennen zu lassen, anstatt sie auszuschalten ? Es antwortet Markus Rademacher von der Osram GmbH.

Leuchtstoffl ampen ( fachlich korrekter Begriff für Neonröhren ) sind an sich schon energieeffi ziente Lichtquellen und verbrauchen im Vergleich zur herkömmlichen Glühlampe bis zu 80 Prozent weniger Strom. Außerdem halten sie bis zu 15 Mal länger.

Am sparsamsten sind Leuchtstoffl ampen, wenn sie mit einem elektronischen Vorschaltgerät ( EVG ) betrieben werden und nicht nur mit einem Starter. Beim Kauf einer Leuchte sollte deshalb darauf geachtet werden, dass die Lampe mit einem EVG ausgerüstet ist. Übrigens ist durch das EVG auch die Lichtqualität besser – damit gibt es kein Brummen und auch kein Flackerlicht mehr.

Ein häufiges An- und Abschalten verkürzt die Lebensdauer der Leuchtstofflampe. Der richtige Einsatzort ist dort, wo Licht über einen längeren Zeitraum benötigt wird. Die Lampe sollte daher nicht zu oft hintereinander ein- und ausgeschaltet werden. Die bekannten Energiesparlampen sind eigentlich Leuchtstofflampen in kompakter Form und mit einem bereits eingebauten EVG, welches sich im Schraubsockel befi ndet.

Bei Neonröhren sollte darauf geachtet werden, dass jeder Brennzyklus nicht unter zehn Minuten liegt – besser 15 Minuten. Der Grund : Nach jeder Zündung der Lampe benötigen deren Elektroden eine bestimmte Zeit für das so genannte Freibrennen. Im Gegenzug sollte eine Beleuchtungsanlage mit Leuchtstoffl ampen dann nicht abgeschaltet werden, wenn die Unterbrechungszeiten ( Aus-Zeiten ) weniger als 10 bis 15 Minuten betragen. ( ukl )

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