Frage: Wieso darf ich mit meinen Winterreifen nicht so schnell wie mit der Sommerbereifung fahren? Es antwortet Thomas Steffens, Leiter des Fachbereichs Technik beim ADAC Niedersachsen / Sachsen-Anhalt.

Grundsätzlich müssen Autos mit Reifen ausgestattet werden, die der Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges entsprechen. Bei Winterreifen hat der Gesetzgeber hiervon eine Ausnahme erlaubt, die in der Straßenverkehrszulassungsordnung ( StVZO ) geregelt ist. Paragraf 36 StVZO besagt, dass die Geschwindigkeitszulassung von Winterreifen nicht mit der Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges, auf dem sie montiert sind, identisch sein muss.

Winterreifen können auch dann verwendet werden, wenn ihre Höchstgeschwindigkeit unter der für das Fahrzeug bestimmten Geschwindigkeit liegt. Voraussetzung dafür ist, dass die maximale Höchstgeschwindigkeit unbedingt eingehalten und ein Aufkleber mit Geschwindigkeitsangabe im Blickfeld des Fahrers angebracht wird.

Die Höchstgeschwindigkeit geht aus der Größenbezeichnung auf den Reifen hervor : Der letzte Buchstabe der Größenbezeichnung gibt Auskunft über die Höchstgeschwindigkeit, die ein Reifen fahren darf – zum Beispiel Q bis 160 km / h, T bis 190 km / h, H bis 210 km / h, V bis 240 km / h und W bis 270 km / h. Letztendlich bestimmen die Materialeigenschaften und der Aufbau eines Reifens, bis zu welchen Geschwindigkeiten er gefahren werden kann.
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