Frankfurt/Main (dpa) l Wer mit einer digitalen Spiegelreflex im RAW-Format fotografiert, kann die Bilder später besser bearbeiten. Der Grund ist, dass bei RAW-Fotos im Gegensatz zu JPG-Dateien keine Informationen verlorengehen - das bietet mehr Spielraum, um zum Beispiel Objektivfehler zu korrigieren oder die Farben zu verändern. Darauf weist der Photoindustrie-Verband hin. Um sich angesichts der Fülle an Möglichkeiten nicht zu verzetteln, sollten Fotografen eine feste Bearbeitungsreihenfolge einstudieren und sich dann immer daran halten.

Bei der Bearbeitung der Rohbilder kommen spezielle Programme zum Einsatz, sogenannte RAW-Konverter. Große Funktionsunterschiede gibt es dabei in der Regel nicht, allerdings sind die Menüpunkte von Software zu Software oft anders beschriftet. Zur Korrektur von Objektivfehlern gibt es zum Beispiel Voreinstellungen, für die Farben lassen sich Profile einrichten. Vorher sollte der Nutzer aber zunächst den richtigen Bildausschnitt wählen - so fummelt er nicht an Teilen des Bilds herum, die später ohnehin weggeschnitten werden.

Erst danach werden zum Beispiel die Belichtung und andere Details korrigiert. Das geht entweder automatisch oder über manuelle Einstellungen, etwa für den Mikrokontrast und die Schärfe. Hier müssen Hobby-Fotografen aber behutsam vorgehen, warnt der Verband. Überscharfe Aufnahmen sehen schnell unnatürlich aus.

Und wer es mit der sogenannten Rauschreduzierung übertreibt, erhält schnell ein matschiges Bild. Um bei der Detailarbeit nicht den Blick fürs große Ganze zu verlieren, sollten Nutzer am Ende vor dem Speichern immer noch mal in Ruhe das ganze Bild betrachten.