Bonn (dpa) l Es juckt auf der Haut, die Augen tränen: Allergien können für Betroffene sehr belastend sein. Auch Hunde kann es treffen. Zwar sind Allergien nicht heilbar, aussichtslos ist die Lage aber nicht. Laut der Deutschen Gesellschaft für Veterinärdermatologie (DGVD) in Ellhofen (Baden-Württemberg) hat inzwischen jeder fünfte Hund eine Allergie. Dabei reagiert das Immunsystem auf bestimmte Stoffe - sogenannte Allergene - über. Das zeigt sich oft auf der Haut des Tieres. "Vor allem kahle Stellen, Juckreiz und schuppige Haut können auf eine Allergie hinweisen", sagt Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn.

Bei einigen Hunden ist die Neigung, auf bestimmte Substanzen allergisch zu reagieren, angeboren, sagt Volker Wienrich von der DGVD. "Bevor die Allergie auftritt, muss der Organismus aber mehrmals mit dem jeweiligen Allergen in Berührung kommen", erklärt der Veterinär aus Berlin. Doch nicht jede Hunderasse ist betroffen. Golden Retriever, West Highland Terrier oder Bulldoggen hätten ein besonders hohes Allergierisiko.

Ob hinter den Beschwerden überhaupt eine Allergie steckt, muss der Tierarzt erstmal herausfinden. In den meisten Fällen lässt sich das mit einer Blutuntersuchung feststellen. Bei der Futtermittelallergie ist es komplizierter. Dabei müssen Halter per Ausschlussverfahren testen, worauf ihr Hund allergisch ist. Das wirksamste Mittel ist, das Allergen in Zukunft zu meiden. "Dann ist der Erfolg schon nach wenigen Tagen sichtbar", sagt Tünte. Bei anderen Allergien ist die Behandlung schwieriger. Hilfreich ist sehr oft die Immuntherapie, auch De- oder Hyposensibilisierung genannt.

Neben der Immuntherapie versprechen Medikamente baldige Besserung. Da fast alle Kortison enthalten, sollten sie in nicht zu hohen Dosen verabreicht werden. Halter, deren Hund an einer Flohspeichelallergie leidet, können ihrem Tier durch ständige Fellkontrolle und Flohpräparate so manchen Juckreiz ersparen.