Berlin (dpa) l Mehrere Millionen Zugangsdaten für Online-Dienste sind nach Angaben des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gekapert wurden. Betroffen seien 16 Millionen Benutzerkonten, teilte die Behörde mit. Sie richtete eine Webseite ein, auf der Menschen überprüfen konnten, ob sie betroffen sind. Die Datensätze enthielten meist eine E-Mail-Adresse und ein Passwort, erklärte das BSI. Forscher und Strafverfolger seien auf die Daten gestoßen und hätten sie an das BSI übergeben.

Auf der Webseite können Nutzer ihre E-Mail-Adresse eingeben, die dann mit den Daten abgeglichen wird.

Der Test beim BSI läuft so ab: Gibt es bei der Überprüfung der E-Mail-Adresse einen Treffer, bekommen die Internetnutzer eine Nachricht geschickt. "Wenn das passiert, ist Ihr Rechner wahrscheinlich mit einer Schadsoftware infiziert", sagte Tim Griese vom BSI. Die Nachricht des BSI enthalte Tipps, was in diesem Fall zu tun sei. Mehr als die Hälfte der Mailadressen endeten auf .de und gehörten daher wahrscheinlich Internetnutzern aus Deutschland, sagte Griese. Wer keine Mail vom BSI bekommt, ist demnach nicht von dem Datenklau betroffen. Wer einen Dienst knackt, kann sich in diesen Fällen dann Zugang zu weiteren Profilen verschaffen. Betroffene sollten ihren Computer digital säubern und Zugangsdaten für ihre Online-Profile ändern.

https://www.sicherheitstest.bsi.de/