Batteriewechsel Schritt für Schritt

1. Motor abstellen. Alle Verbraucher ausschalten; falls nicht, findet ein Rest statt, bei dem gespeicherte Einstellungen etwa beim Bordcomputer oder beim Radio gelöscht werden.

2. Mutter am Minuspol abschrauben, sodass das schwarze Verbindungskabel abgezogen werden kann.

3. Rotes Kabel, das zum Pluspol läuft, lösen und abziehen.

4. Halterungsschrauben, die die Batterie am Auto fixieren mit einem Schraubenschlüssel lösen.

5. Batterie herausnehmen.

6. Die neue Batterie wird in umgekehrter Reihenfolge angeschlossen: erst fixieren, dann Plus, dann Minus.

7. Zum Schluss sollten die Batteriepole mit Polfett eingeschmiert werden.

Kurzanleitung Starthilfe

Das rote Starthilfekabel an den Pluspol (+) der Batterie des helfenden Autos (A) klemmenund an den Pluspol (+) der leeren Batterie (B) anschließen. (siehe 1)

Dann das schwarze Starthilfekabel an den Minuspol (-) der Batterie des Spenderautos (A) klemmen und mit dem Motorblock des Autos B verbinden.(siehe 2)

Motor des helfendenen Autos (A) starten.

Startversuch beim Auto B: Auskuppeln, Handbremse anziehen, Zündschlüssel drehen. Wenn der Motor läuft, Licht oder Heckscheibenheizung einschalten, um Spannungsspitzen zu vermeiden.

Abbau: Erst das schwarze Kabel weg, dann das rote. Zunächst die Klemmen am Strom spendenden Auto (A) lösen. Das gestartete Auto (B) nun länger fahren, um die Batterie wieder aufzuladen.

Achtung: Hersteller raten wegen der schwächer dimensionierten Verkabelung davon ab, Hybridfahrzeuge zu überbrücken.

München (dpa) l Die Autobatterie auszuwechseln geht eigentlich ganz einfach, aber nicht bei allen Autos. "Wer den Austausch der Starterbatterie selbst in die Hand nehmen will, sollte sich vorher schlaumachen, ob durch die Unterbrechung der Stromzufuhr Daten in den Steuergeräten des Fahrzeugs verlorengehen können", betont Vincenzo Lucà vom TÜV Süd. "Einige Autos vergessen einzelne Funktionen und Einstellungen, wenn die Batterie abgeklemmt wird."

Schlimm sei das alles nicht - der Datenverlust lege den Wagen nicht komplett lahm. Und die Neuprogrammierung koste auch nicht die Welt, so Lucà. "Aber am Ende müsste doch ein Profi ran, den man dann auch gleich mit dem Batteriewechsel hätte beauftragen können." Ob ein Pkw-Modell beim Abklemmen des Akkus vergesslich wird, wissen Werkstätten oder der Hersteller.

Der ADAC-Technikexperte Helmut Schmaler weist auf ein ähnliches Problem hin: Einige ältere Radios oder Multimediageräte verlangen einen Sicherheitscode, sobald wieder Strom fließt. "Diesen Code muss man zur Hand haben, um das Gerät freischalten zu können."

Bei der Suche nach einer Ersatzbatterie orientieren sich Autobesitzer am besten am alten Akku und an den Vorgaben im Fahrzeughandbuch. Die neue Batterie sollte vom gleichen Typ sein, die Abmessungen und die Befestigungsart müssen möglichst übereinstimmen, erklärt Schmaler. "Zudem sollte die Kapazität nicht allzu sehr von der Originalbatterie abweichen."

Diese wird in Amperestunden (Ah) angegeben. Bei neueren Autobatterien kann die aufgedruckte ETN (European Type Number) hilfreich sein: Akkus mit gleicher ETN sind laut ADAC untereinander uneingeschränkt austauschbar.

Autos mit Start-Stopp-Automatik benötigen in der Regel eine besonders belastbare Starterbatterie, sagt Lucà. "Bei solchen Batterien kann die Verkabelung an den Polen allerdings sehr kompliziert sein. Wer da nicht durchblickt und verunsichert ist, fummelt besser nicht daran herum", rät der TÜV-Sprecher.

Dann wäre da noch die Preisfrage: Worin unterscheiden sich billige Starterbatterien von teuren? "In den günstigeren Batterien ist meist weniger Blei verbaut, also weniger Platten pro Zelle, was unter anderem auf die Lebensdauer und Leistung Einfluss hat", erklärt ADAC-Experte Schmaler. Daneben könnten die Verarbeitungsqualität und die Reinheit der Materialien abweichen. Ob billig oder teuer - auf alle Autobatterien wird ein Pfand in Höhe von 7,50 Euro erhoben.

Dass eine Autobatterie mit der Zeit altersschwach wird, lässt sich nicht vermeiden. Damit der Batterietod nicht überraschend kommt, erkennen viele neuere Autos Probleme mit dem Akku und weisen den Fahrer rechtzeitig darauf hin. Allen anderen Autobesitzern empfiehlt Meissner: "Lassen Sie den Zustand der Autobatterie möglichst zweimal im Jahr von einem Fachmann überprüfen."

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