Berlin (dpa) l Bei der Deutschen Bahn ist es einfach: Eine Fahrkarte bekommen Kunden per Internet, am Automaten, Schalter oder im Zug. Bei der Konkurrenz ist es teilweise schwieriger, ein Ticket im Bahnhof zu bekommen. Die beiden Konkurrenten im Fernverkehr, HKX und Interconnex, haben längst nicht in allen Bahnhöfen Verkaufsstellen.

Sie dürfen dort prinzipiell zwar Automaten aufstellen oder Verkaufsräume aufmachen - dafür verlangt die Deutsche Bahn aber Miete. Darauf weist Heidi Tischmann hin, Referentin für Bahnpolitik beim Verkehrsclub Deutschland VCD.

In einigen Fällen haben die Bahnunternehmen auch Verträge mit Reisebüros oder Agenturen geschlossen, die im oder am Bahnhof liegen. Außerdem sind bei den Bahnkonkurrenten Fahrkarten im Internet oder direkt in den Zügen erhältlich.

Private Bahnunternehmen im Nahverkehr fahren im Auftrag der Verkehrsverbünde. Der Fahrgast zahlt den Verbundtarif. Die Tickets gibt es an den Automaten der Verkehrsverbünde an den Bahnhöfen.

Das Bundeskartellamt hat gegen die Deutsche Bahn ein Verfahren wegen des Verdachts auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung beim Fahrkartenverkauf eingeleitet.