Köln (dpa) l Eltern sollten sich im Urlaub selbst ein Bild davon machen, wie sicher der Pool ist. Denn ein Zertifikat, auf das sie sich verlassen könnten, gibt es nicht, erklärt Olaf Seiche, Tourismusexperte vom TÜV Rheinland. Das größte Problem bei den Pools ist die Ansauganlage. Dort drohen gleich zwei Gefahren für Kinder: Zum einen könne der Sog so groß sein, dass sie davon unter Wasser gehalten werden. Zum anderen können beim Vorbeitauchen lange Haare angesaugt werden und sich im Gitter verheddern.

Seiche rät Eltern deshalb, die Ansauganlagen ausfindig zu machen, bevor die Kleinen zum ersten Mal ins Wasser gehen. Anschließend sollten sie die Kinder davor warnen, in die Nähe der Anlagen zu kommen. Bemerken die Eltern dabei, dass das Gitter vor der Anlage fehlt, sollten sie den Nachwuchs gar nicht mehr ins Wasser lassen.

Immer wieder kommt es zu Unglücken, bei denen Kinder in den Sog geraten und ertrinken. 2011 starb ein 13-jähriges Mädchen aus Sachsen-Anhalt in Bulgarien, weil die Abdeckung eines etwa 20 Zentimeter großen Ansaugrohrs fehlte.

Häufig befinden sich die Anlagen bei den Rutschen - an den Wänden oder am Beckenboden. Daher rät der Deutsche Reiseverband (DRV), dass Kinder nach dem Rutschen sofort den Auslaufbereich besser verlassen. Das Wichtigste sei, dass Eltern ihre Kinder beim Baden nie aus den Augen lassen.